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Die Europäische Schule am Praunheimer Weg muss erweitert werden.

Heddernheim

Heddernheim: Uneins über neuen Standort für die Europäische Schule

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Ortsbeirat 8 will Prüfung von ehemaligem Lurgi-Gelände in der Nähe des Mertonviertels und der Sportanlage an den Mainwasen gegenüber der EZB.

Im Ziel sind sich alle einig: eine Erweiterung der Europäischen Schule (ESF) am derzeitigen Standort wird abgelehnt. Die Lösungswege einen neuen Standort zu finden unterscheiden sich jedoch. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 8 am Donnerstag standen dazu jeweils ein Antrag der SPD und der CDU zur Beratung und Abstimmung an.

„Die Stadt soll ihr Vorkaufsrecht für das ehemalige Lurgi-Gelände nutzen und als Standort für die Europäische Schule ausweisen“, erläutert Jürgen Schmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD. Laut gültigem Bebauungsplan für das direkt an das Mertonviertel grenzende Areal soll hier ein urbanes Wohnquartier mit nachgeordneter Gewerbenutzung entstehen. Ebenso sind Standorte für eine Grundschule und eine weiterführende Schule vorgesehen. Bei einer Grundstücksgröße von circa 8,5 Hektar könne der Flächenbedarf von rund 47 000Quadratmeter für die ESF in jedem Fall erfüllt werden. Ein großer Vorteil sei auch die gute Verkehrsanbindung durch die Marie-Curie.-Straße und die A 661, begründet die SPD ihren Antrag.

Anbindung verbessern

Auch die CDU-Fraktion wünscht sich für die ESF einen neuen Standort mit einer besseren Verkehrsanbindung, vor allem an die Europäische Zentralbank. Und beantragt die Verlagerung der ESF auf die Flächen der Sportanlage Mainwasen noch mal ernsthaft zu prüfen und einzuleiten. „Die Sportanlage aus den 70ern sind abgängig und müssen erneuert werden“, erläutert Ralf Porsche, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Die Sportanlage an den Mainwasen in Sachsenhausen wird als Standort ins Auge gefasst. 

Während bei einer Vorort-Sanierung das Gelände für etwa zwei Jahre nicht zu nutzen sei, ermögliche ein neuer Standort für die Vereine einen Umzug ohne Ausfallzeiten. Der Verlegung der ESF auf das Gelände der Mainwasen wollten sich SPD und Grüne jedoch nicht anschließen.

„Das Thema wird ernst genommen und sie stehen an unserer Seite – dafür möchten wir uns bedanken“, wandte sich Gerhard Schneider, Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule II, an das Gremium. Und bat eindringlich darum aufgrund der unterschiedlichen Anträge eine parteipolitische Auseinandersetzung zu vermeiden und fraktionsübergreifend das gemeinsame Ziel zu verfolgen.

Zwei Anträge verabschiedet

Nachdem die SPD auf Wunsch von Yvonne Gondolf (Grüne) einen Absatz in ihrer Antragsbegründung gestrichen hatte und die CDU ihren Antrag dahingehend änderte, dass die Stadt beauftragt wird, die Verlagerung der ESF auf ein Grundstück in EZB-Nähe einzuleiten, war ein interfraktioneller Konsens gefunden und beide Anträge wurden einstimmig verabschiedet.

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