Heddernheim

Ein Amt weniger

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Unmut herrscht über die Neuregelung der Sozialbezirksvorsteher. Da in Heddernheim rund 17.000 Menschen leben, wird man dort mit einem Vorsteher weniger auskommen müssen.

Die Satzungsänderung der Sozialbezirke stößt vielerorts auf Unmut. Auch im Ortsbeirat 8 begegnet man dem Beschluss mit gemischten Gefühlen. So erklärt Herbert Jacobs vom Jugend- und Sozialamt, dass es in Heddernheim ab 2021 statt drei Sozialbezirksvorstehern nur noch zwei geben soll.

Weil die Bevölkerungszahlen, für die ein Sozialbezirksvorsteher zuständig ist, in Frankfurt stark variieren, sollen sie besser verteilt werden. „Der größte Bezirk umfasst 42 000 Einwohner, der kleinste 3000“, sagt Jacobs. „Hier soll eine Angleichung stattfinden.“ Eingeteilt werden soll hauptsächlich nach Stadtteilen. Ab der Kommunalwahl 2021 kommen auf 15 000 Einwohner nur noch zwei Sozialbezirksvorsteher, um andernorts aufstocken zu können.

Da in Heddernheim rund 17 000 Menschen leben, wird man dort mit einem Vorsteher weniger auskommen müssen. Erst ab 30 000 Bürgern kann ein drittes Amt beantragt werden. In Niederursel wird es nach wie vor zwei Vorsteher für rund 16 000 Einwohner geben. Sollten sich die Zahlen durch Zuzüge erhöhen, „kann ein weiterer Sozialbezirksvorsteher ernannt werden“, sagt Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU). Stephanie Mohr-Hauke (SPD) merkt an, dass man auch danach schauen müsse, „was vor Ort zu tun ist.“

Jacobs sichert zu, dass in Ausnahmefällen aufgestockt werden könne. Das Jugend- und Sozialamt stehe in engem Austausch mit dem Sozialrathaus Nord. Laut Rathaus-Leiterin Andrea Manger können die Sozialbezirksvorsteher und -pfleger dort mitteilen, welche Themen die Menschen im Bezirk umtreiben. „Das wird an die Stadt weitergetragen.“

Auch Sozialpfleger sollen unterstützen. Laut Jacobs können sie in einer dem Ortsbeirat angemessen erscheinenden Zahl benannt werden. An der Seite der Heddernheimer Sozialbezirksvorsteherin Adelheid Müller-Laus, deren Amt ab 2021 wegfallen soll, steht zurzeit eine einzige Sozialpflegerin. Das sei zu wenig, so Jacobs. Im Schnitt gebe es pro Vorsteher fünf Pfleger. „Am Ende muss der Magistrat abwägen, wie er die Kapazitäten verteilt“, so Jacobs. Zurzeit gibt es in Frankfurt 67 Sozialbezirksvorsteher, bis auf maximal 73 will die Stadt aufstocken.

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