Die letzte Fahrt vom alten Haus ins neue Domizil, mit dabei das älteste Mitglied, Helmut Völker.
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Die letzte Fahrt vom alten Haus ins neue Domizil, mit dabei das älteste Mitglied, Helmut Völker.

Heddernheim

Viel mehr Platz für die Heddernheimer Feuerwehr

  • vonPia Henderkes-Loeckle
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Die Feuerwehr Heddernheim ist in ihr neues Haus in der Hessestraße eingezogen. Die geplante Party muss wegen Corona entfallen.

Mit der „letzten Fahrt“ hat die Feuerwehr Heddernheim ihr altes Domizil in der Dillgasse verlassen und ist in das neue Feuerwehrhaus in der Hessestraße eingezogen. Eigentlich sollte der Umzug groß gefeiert werden. Das Festwochenende musste allerdings wegen Corona abgesagt werden. Auch ohne große Feierlichkeiten: Die Freude über die neuen Räumlichkeiten ist ungetrübt.

„Die Dillgasse 8 geht außer Dienst, die Hessestraße 40 geht in Dienst“, verkündet Martin Zurbek-Hey durch das Megafon. Ein letztes Mal ertönt das Martinshorn in der Dillgasse und das Blaulicht leuchtet. Dann starten die zwei Löschfahrzeuge und der Mannschaftstransportwagen Richtung Hessestraße. Auch die Einfahrt in das neue Feuerwehrhaus wird gebührend mit Martinshorn und Blaulicht vollzogen – mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung kurz vor dem Ziel, da es auch für die Feuerwehr an einer geschlossenen Bahnschranke keine Ausnahme gibt. Am neuen Haus bilden die 3-jährigen Zwillinge Laura und Sophie mit ihrer Mutter Simone Berghof ein kleines Empfangskomitee. Papa Thorsten Gerth, aktiv in der Einsatzabteilung, sitzt in einem der Löschfahrzeuge.

Das neue Haus in der Hessestraße.

„Nun ist der Umzug komplett, die Dillgasse ist leergeräumt. Endlich“, sagt Tobias Schmitz, stellvertretender Wehrführer. Die Verhältnisse in der Dillgasse waren sehr beengt, das Gebäude ist marode. In dem neuen, mit großen Fensterflächen ausgestatteten Gebäude gibt es nun genug Platz. Nicht nur für die Einsatzwagen in der Fahrzeughalle. Ebenso für zwei Büros, Schulungs- und Übungsräume, die Umkleide mit ausreichend Spinds. Und drei Lagerräume für das Material. Felix Hädicke, Nico Reichel, Michael Altinibik und Corinna Boß von der Einsatzabteilung freuen sich über den großen Hof. „Hier haben wir viel mehr Platz zum Üben“, sagt Reichel. Etwa mit der Leiter: „Dafür haben wir auf dem Dach des neuen Feuerwehrhauses ein Leiterpodest“, ergänzt Schmitz.

Strahlende Gesichter bei allen aus der Einsatzabteilung und bei den zwei Ehrengästen. „Es ist vollbracht“, sagt Ortsvorsteher Klaus Nattrodt (CDU), der sich jahrelang für das neue Haus eingesetzt hat. Helmut Völker dreht erstmal eine Runde durch die neue Fahrzeughalle. Der 89-Jährige ist seit 70 Jahren bei der FFW und das älteste Mitglied. Er freut sich, dass er diesen Tag miterleben darf, auch wenn „die ganze moderne Technik ein bisschen wie böhmische Dörfer für mich ist“. Als er 1950 nach dem 80-jährigen Jubiläumsfest zur Heddernheimer Feuerwehr gekommen sei, habe es ein kleines Einsatzfahrzeug mit Löschwagen gegeben.

Nicht nur das große Fest musste abgesagt werden. Auch das Programm für die Minis ist, noch nicht wieder gestartet. „Wir hoffen, nach den Sommerferien wieder loslegen zu können“, gibt sich Boß, Mini-Feuerwehrwartin, optimistisch. „Die größeren Räume sind dabei sehr hilfreich“, ergänzt Stellvertreter Martin Hölting. Aber nicht nur dafür. Die Erfahrung zeige, dass es mit einem neuen Feuerwehrhaus auch mehr Zulauf – also neue Mitglieder – gebe“, so Schmitz.

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