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Leonie (rechts) freut sich über das Willkommensgeschenk.

Projekt

Spielen mit Eltern

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Das Familiennetzwerk unterstützt auch in Heddernheim und der Nordweststadt. Familien sollen Raum zum Austausch haben.

Eifrig brabbelnd krabbeln rund 30 Babys über die Matten in der Halle der Turnerschaft 1860 Heddernheim. Gemeinsam mit ihren Eltern, meist Müttern, sind sie gestern Mittag in die Turnhalle gekommen, um die Eröffnung des Projekts „Familiennetzwerk im Stadtteil“ in Heddernheim und der Nordweststadt zu feiern. Mit Gummibällen, Schaukeln und vielen anderen Spielsachen haben Mitarbeiter der Turnerschaft und der katholischen Familienbildung Nordwestzentrum den Saal in ein Spieleparadies verwandelt.

Der alteingesessene Turnverein und die Familienbildungsstätte koordinieren quartiersübergreifend das Projekt in den beiden Stadtteilen. Ziel des Netzwerkes sei es, jungen Familien einen Raum zum gemeinsamen Austausch zu bieten, sagt Koordinatorin Yvonne Homann. Dazu finden wöchentlich Babylounges statt, bei denen Familien sich kennenlernen, spielen und gemeinsam Zeit verbringen können.

Angeleitet werden die kostenlosen und offenen Treffs von Kursleiterinnen der Familienbildungsstätte. Regelmäßig besuchen außerdem Referenten die Treffen, um die jungen Eltern über verschiedene Themen rund um das Baby zu informieren. „Ob Zahnen oder Schlafprobleme der Kinder, wichtig ist uns, den Eltern eine Hilfestellung zu bieten“, sagt Homann.

Lora Malzacher und Denise Burchardt freuen sich über das familienfreundliche Angebot in ihrem Stadtteil. Die beiden Mütter aus Heddernheim sind mit ihren Töchtern zur Feier gekommen. „Das wichtigste an der Babylounge ist für mich die Verbindung zu anderen Müttern“, sagt Malzacher.

Mit den beiden Quartieren im Norden der Stadt hat sich das vom Sozialdezernat geförderte Programm nun in insgesamt elf Frankfurter Stadtteilen etabliert. Im Rahmen des Familiennetzwerkes werden vierteljährig Willkommensgrüße an Familien mit neugeborenen Kindern verschickt. Zudem werden sie über Unterstützungsangebote im Stadtteil informiert und auf Wunsch auch von ehrenamtlichen Begrüßungspatinnen zu Hause besucht.

„Es ist ein wunderbares Programm, weil es kostenlos ist und jeder willkommen ist“, sagte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) beim gestrigen Willkommensfest. Wichtig sei, dass Eltern sich in ihren Vierteln wohlfühlen. „Dann geht es auch den Kindern gut“, so Birkenfeld.

Initiiert wurde das Projekt vom Zentrum Familie im Haus der Volksarbeit in Kooperation mit dem Frankfurter Kinderschutzbund. Es soll andere Angebote für Jungfamilien, wie etwa das Babylotsenprogramm der Frankfurter Geburtskliniken, ergänzen.

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