Dietmar Pontow (r.) hat seinem Nachfolger Ulrich Fergenbauer die Narrenkappe aufgesetzt. Statthalter Thomas I. (Thomas Dresch) schaut zu.  
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Dietmar Pontow (r.) hat seinem Nachfolger Ulrich Fergenbauer die Narrenkappe aufgesetzt. Statthalter Thomas I. (Thomas Dresch) schaut zu.

Fastnacht

Schmunzeln mit Lachröschen in Heddernheim

  • vonPia Henderkes-Loeckle
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Die Zuggemeinschaft Klaa Paris ernennt auf ihrem bunten Abend Ehrenbürger, vergibt einen Preis und verabschiedet ihren langjährigen Präsidenten.

Der Saal im Restaurant Sandelmühle ist voll besetzt. Zum zweiten Mal findet am Dienstag der bunte Abend der Zuggemeinschaft Klaa Paris eine Woche vor dem großen Umzug in Heddernheim statt und wird mit einem dreifachen „Klaa Paris Helau“ vom designierten ersten Vorsitzenden Ulrich Fergenbauer eröffnet. Durch das straffe Programm führt Statthalter Thomas I. (Thomas Dresch). Die Ernennung der Ehrenbürger, die Vergabe des „Goldenen Lachröschens“, aber auch ein Abschied stehen an: Jürgen Pontow wird als langjähriger erster Vorsitzender in den „Präsidentenruhestand“ entlassen.

Eine Gruppe von Frauen ist im Halbkreis angetreten, um eine Neue in ihrer Mitte aufzunehmen: Beate Scheffler. Sie bekommt heuer das „Goldene Lachröschen“ verliehen. Den Orden vergibt die Zuggemeinschaft seit 1980 ausschließlich an Frauen, deren einziger und höchster Verdienst es ist, mit Frohsinn und Heiterkeit in der Öffentlichkeit zu stehen. „Ich freue mich so sehr“, sagt Beate Scheffler, die seit 1997 in Frankfurt lebt.

Bereits im ersten Jahr sei sie begeistert gewesen von der gelebten Tradition der Fastnachtsvereine, der ersten Sitzung bei den Heddernheimer Käwwern und dem Fastnachtsumzug in Klaa Paris. Schon da fiel ihr eine eingeschworene Gemeinschaft von Frauen in traumhaften Kostümen auf, deren Freude am gemeinsamen Auftritt sie tief beeindruckte. Nun gehöre sie selbst dazu. „Danke, dass ihr mich so liebevoll in euren Kreis aufgenommen habt.“

Umzug am Dienstag

Unter dem Motto „Alle Narren wissen dies, Wechsel nun in Klaa Paris“ findet der 181. Heddernheimer Fastnachtsumzug am Dienstag, 25. Februar, ab 14.31 Uhr statt.

Auch dieses Jahr gehen traditionell 111 Zugnummern an den Start, darunter sieben Motivwagen zu bundes- und regionalpolitischen Themen, gestaltet von dem Künstler John Christie.

Neu in diesem Jahr gibt es einen Toilettenhäuschenplan; die Dixie-Stationen sind in der Zugwegstrecke eingetragen. Für die Anfahrt werden die öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen (U1, U2, U3, U8, Bus 60). Ab 12 Uhr ist Heddernheim abgeriegelt.

Weitere Informationen zur Zugstrecke gibt es online unter www.zuggemeinschaft.de. phl

Auch zwei neue Ehrenbürger, die sich verdienstvoll eingebracht haben, nimmt die „Närrische Freie Reichsstadt Klaa Paris“ an diesem Abend in ihrer Mitte auf. Der Titel, verbunden mit einer besonderen Narrenkappe, geht einmal an Stephan Siegler, Stadtverordnetenvorsteher und Ex-Prinz. Weiterhin wird Gerhard Eiffler von der gleichnamigen Bäckerei ausgezeichnet.

Auch der Wechsel des ersten Vorsitzenden will offiziell vollzogen werden. Zur Einstimmung wird von Tänzerinnen und Tänzer der Fidelen Nassauer und der Heddernheimer Käwwern der Showtanz „Das Schachbrett“ aufgeführt. „Ihr habt den Tanz in nur fünf Trainingseinheiten wieder aufgefrischt“, zollt Statthalter Thomas I. der Truppe seinen Respekt. Dann ist es so weit: Ulrich Fergenbauer bekommt von seinem Vorgänger Jürgen Pontow feierlich die Präsidentenkappe aufgesetzt.

„Passt“, sagt Pontow. Und meint dies in mehrfacher Hinsicht. Er sei froh, in Fergenbauer einen geeigneten Nachfolger gefunden zu haben, „der das noch 50 Jahre machen kann“. Und verspricht auch weiterhin, dabei zu bleiben, so lange es die Gesundheit erlaube.

„Ich wünsche mir, dass du das von dir aufgebaute Fastnachtsmuseum weiterführst und weiter bestückst“, gibt Fergenbauer dem nun in den Ehrenpräsidentenstand erhobenen Pontow mit. Als Ruhestandsgeschenk bekommt er von der Zuggemeinschaft nach der Vorlage am Fastnachtsbrunnen einen handgeschnitzten „Ur-Narren“. Udo Stalp von den Fidelen Nassauern singt ihm ein Abschiedsständchen. Als würdigenden Abschluss hält Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), seit 2016 Ehrenbürger von „Klaa Paris“ und befreundet mit Jürgen Pontow, in gereimten Versen eine Abschiedsrede.

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