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Potenzielle Standorte für Europäische Schule

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Von: Pia Henderkes-Loeckle

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An der Robert-Schumann-Schule herrschen beengte Raumverhältnisse, weshalb eine Dienstwohnung der Schule zugesprochen werden soll.
An der Robert-Schumann-Schule herrschen beengte Raumverhältnisse, weshalb eine Dienstwohnung der Schule zugesprochen werden soll. © christoph boeckheler*

Bildungsdezernentin Sylvia Weber informiert den Ortsbeirat 8 über die Schulsituation in Heddernheim und Oberursel. Die Planung zur Sanierung der Ernst-Reuter-Schulen sei weit fortgeschritten.

Die Planungen zur Sanierung der Ernst-Reuter-Schulen (ERS) sind weit fortgeschritten, die Finanzmittel sollen im kommenden Haushaltsetat der Stadt verabschiedet werden. Dies teilte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) den Mitgliedern des Ortsbeirats 8 in einer Fragestunde zur Schulsituation in Heddernheim mit. In der Robert-Schumann-Schule wird die Umnutzung einer Dienstwohnung überprüft. Die Heinrich-Kromer-Schule will die Stadt fünfzügig ausbauen und die Heizungsanlage sanieren. Die geplante Grundschule auf dem ehemaligen Lurgigelände soll nicht nur der Versorgung der Kinder aus dem neuen Wohnviertel dienen, sondern durch eine Änderung der Schulbezirksgrenzen auch bestehende Schulen entlasten.

Seit Jahren schon setzt sich der Ortsbeirat für eine zügige Sanierung der ERS I und II ein. Gleichzeitig fordert er, für die Europäische Schule, die derzeit noch am Praunheimer Weg ansässig ist und an ihre Kapazitätsgrenzen stößt, einen neuen Standort zu finden. „Wir werden bis Ende Mai zwei Vorschläge unterbreiten“, erklärte Sylvia Weber. Die Suche gestalte sich schwierig, da die Europäische Schule einen Platzbedarf von rund 45 000 Quadratmetern geltend macht.

Für die ERS seien die Planungsleistungen Abbruch, Neubau und Sanierung ausgeschrieben, die Ausgaben müssten im städtischen Haushalt noch verabschiedet werden, teilte Weber mit. Danach erfolge eine Vorstellung im Ortsbeirat mit einem Zeitplan der Maßnahmen. Angedacht sei, die freiwerdenden Gebäude nach dem Auszug der Europäischen Schule weiterhin für schulische Zwecke zu verwenden. Eine Entscheidung über die genaue Nutzung könne derzeit noch nicht getroffen werden, da diese auch vom Auszug der Europäischen Schule abhängig sei.

Gesa Aden (Grüne) sprach die beengten Raumverhältnisse in der Robert-Schumann-Schule an. „Warum werden die beiden Dienstwohnungen auf dem Schulgelände, von denen eine seit Jahren leer steht, nicht der Schule zugeschlagen?“ Wie Jetta Lüdecke, Leiterin des Dezernatsbüros sagte, finden am Dach der Schule und in einer Dienstwohnung Sanierungsarbeiten statt. „Aktuell prüfen wir die Möglichkeit einer Umnutzung“ versicherte Lüdecke. Oliver Schulte (CDU) wollte wissen, wie es mit der Sanierung der Heinrich-Kromer-Schule bestellt sei. „Die haben wir in Planung, die Sanierungskosten sind bekannt“, antwortete Weber. Aufgrund einer Machbarkeitsstudie seien die Haushaltsmittel für den Ausbau als fünfzügige Grundschule und die Sanierung der Heizungsanlage angemeldet, ergänzte Lüdecke.

Im Bebauungsplan für das neue Wohngebiet auf dem ehemalige Lurgigelände sind 8000 Quadratmeter für eine Grundschule inklusive Sportgelände vorgesehen. Diese soll sowohl der Versorgung der neuen Kinder als auch - durch eine Änderung der Schulbezirksgrenzen – der Entlastung bestehender Grundschulen dienen, erklärte Lüdecke.

Laut aktuellem Schulentwicklungsplan liegt die Zahl der Null- bis Zehnjährigen in Heddernheim und Niederursel bereits jetzt über der 2015 prognostizierten Zahl. Die Grundschulen sind somit bis 2029/30 voraussichtlich entweder voll ausgelastet oder nach wie vor überbelegt. Der Bedarf der bereits beschlossenen zusätzlichen Grundschule in Heddernheim wurde deshalb von drei auf fünf Züge erhöht, ein passendes Grundstück bisher aber nicht gefunden.

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