U-Bahn-Haltestelle, In der Römerstadt.

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Pläne für die Römerstadt

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Bewohner in Heddernheim sollen mitreden, wenn ihre Siedlung zum Unesco-Weltkulturerbe wird.

Die Stadt möchte, dass ein Teil der Römerstadt in Zukunft zum Unesco-Weltkulturerbe wird. Der Ortsbeirat 8 möchte nun wissen, welche Auswirkungen die Pläne auf die Menschen vor Ort haben. In seiner Sitzung am Donnerstagabend hat das Gremium einen entsprechenden Antrag der Linke einstimmig auf den Weg gebracht.

Der Ortsbeirat begrüßt es, dass die Stadt Geld in die Sanierung investieren wolle. Es stehe außer Frage, dass es sich bei den Siedlungshäusern in der Römerstadt um ein schützenswertes Ensemble handle, heißt es in der Vorlage. Doch sei mit dem Status eines Weltkulturerbes auch mit „einigen Einschränkungen und Belastungen für die Eigentümer und Mieter zu rechnen“. Die Bewohner müsste deshalb frühzeitig in einer öffentlichen Veranstaltung informiert und in die Planung eingebunden werden.

Nach dem Willen des Planungsdezernats sollen wenigstens 2500 Wohnungen des Neuen Frankfurts aus den 20er Jahren bis 2025 saniert und renoviert werden, damit sie in das Weltkulturerbe aufgenommen werden können. Betroffen sind 1000 Wohneinheiten in der Römerstadt, ebenso viel in der Heimatsiedlung in Sachsenhausen sowie mehrere Hundert im Riederwald (die FR berichtete).

Wann die Arbeiten in der Römerstadt beginnen, ist derzeit noch offen, sagt der Chef der ABG, Frank Junker. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft ist für die dortigen Immobilien und im Riederwald zuständig. Die Nassauische Heimstätte betreut die Heimatsiedlung. Die ABG habe für ihre beiden Siedlungen denkmalschutzrechtliche Gutachten in Auftrag gegeben. Diese sollen klären, wie die Häuser einmal waren und wieder werden sollen. Junker geht davon aus, dass sie erst in zwei Jahren vorliegen.

Doch schon jetzt würden die Siedlungen zum Teil saniert, so Junker, unabhängig von der Planung. Derzeit werden die Gebäude nach Abstimmungen mit dem Denkmalbehörden aus dem Jahr 2003 bearbeitet.

Dabei sollen keineswegs nur die Häuser in den drei Quartieren angegangen werden, sagt der Sprecher des Planungsdezernats, Mark Gellert. Auch die Umgebung und die Freiflächen wolle die Stadt aufwerten. Darüber hinaus wolle die Stadt die Bürger weiter sensibilisieren, dass sie in historischen Gebäuden lebten, sagt Gellert: „Viele wissen gar nicht, in welchen Schätzen sie wohnen.“

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