Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eine Familie, ein Team: Moritz (14), Maria (19), Max (21) und Thomas Metzmacher (v.l.) mit Rinderleber Berliner Art und einem Bembel.
+
Eine Familie, ein Team: Moritz (14), Maria (19), Max (21) und Thomas Metzmacher (v.l.) mit Rinderleber Berliner Art und einem Bembel.

Heddernheim

Lahmer Esel im Nordwestzentrum

Der Familienbetrieb „Zum lahmen Esel“ aus Niederursel hat jetzt sein zweites Lokal eröffnet: Die Eselei im Nordwestzentrum bietet regionale Küche.

Es ist Mittwochnachmittag, kurz nach drei Uhr. Um diese Zeit kann Thomas Metzmacher, seit 1993 Wirt des Apfelweinlokals „Zum lahmen Esel“ in Niederursel, eigentlich die Beine hochlegen. Zwischen Mittags- und Abendsgeschäft. Doch seit vergangenem Donnerstag ist damit Schluss. Seitdem arbeitet er durch. Von morgens bis abends. Allerdings nicht in seinem „Esel“ im Krautgartenweg. Sondern in dessen „kleiner“ Schwester. „Die Eselei“ heißt sein neues Lokal, das er in der vergangenen Woche im Erdgeschoss des Nordwestzentrums eröffnet hat.

„Fünf Stunden schlafe ich, 19 Stunden bin ich hier. Es war und ist eine sehr intensive Zeit“, sagt der gelernte Koch, der seit einigen Tagen sogar dort zu finden ist, wo man ihn ansonsten eher selten antrifft: in der Küche. Und die ist in der „Eselei“ teilweise offen, man kann ihm also sogar ein bisschen auf die Finger schauen bei seiner Arbeit.

Metzmacher will dabei sein, bis sich alles eingespielt hat. Bis die Kolleginnen und Kollegen wissen, wie viel Fleisch auf den Teller kommt oder wie die Gerichte dekoriert werden. Dafür muss sein Lokal in Niederursel hinten anstehen. Das sei aber kein Problem, sagt Metzmacher, das Team dort sei eingespielt, der Laden laufe auch ohne ihn rund.

Damit dies auch bald auf die „Eselei“, die gut bürgerliche Küche mit gesunder Raffinesse, veganen und vegetarischen Gerichten vereint, tut, greifen dem 50-Jährigen seine drei Kinder tüchtig unter die Arme. Max (21) ist hauptberuflich bei seinem Vater angestellt, Maria (19) jobbt als Bedienung und Moritz (14) hilft aus, wenn es die Schule zulässt. „Wir sind in der Gastronomie aufgewachsen, haben im ’Esel‘ Fangen gespielt. Es war sofort klar, dass wir unserem Vater helfen“, sagt Max Metzmacher. Der während der Arbeit aber der Chef und nicht der Papa sei. „Wir trennen Berufliches und Privates, das ist wichtig und funktioniert wunderbar“, sagt der 21-Jährige.

Was ebenso gut funktioniert, ist das Konzept, das Thomas Metzmacher für die „Eselei“ entwickelt hat. Während der Innenraum eher gemütlich, aber trotzdem modern ist, gibt es zudem einen Biergarten mit knapp 100 Plätzen. „Der brummt. Von morgens bis abends“, sagt Metzmacher, dem man den Stress der vergangenen Wochen zumindest ein bisschen ansieht. Zumal man nach einem halben Jahr Umbauzeit „ganz plötzlich“ habe öffnen können und müssen. Weil endlich die fehlenden Genehmigungen eintrudelten.

Und: Die erste Woche war ein Lernprozess. Auch für einen erfahrenen Gastronom wie Thomas Metzmacher. „Es war klar, dass die erste Speisekarte immer wieder überarbeitet wird. Weil wir nicht wussten, was die Gäste mögen“, sagt er. Auf jeden Fall kein Schnitzel aus Hähnchenfleisch, das hat er gelernt. Deswegen, versichert Thomas Metzmacher, gibt es künftig Schweineschnitzel.

Warum er sich für sein zweites Lokal gerade das Nordwestzentrum in Heddernheim ausgesucht habe, habe einen besonderen Grund, erzählt er. Denn gute regionale Küche gebe es dort bislang nicht. „Dabei ist es doch ein Zentrum in Frankfurt, da darf so etwas nicht fehlen. Aber jetzt gibt es ja uns“, sagt er.

Für Centermanager Rainer Borst ist „Die Eselei“ derweil „eine großartige Bereicherung der kulinarischen Vielfalt im Nordwestzentrum“. Und, fügt Metzmacher hinzu, ein echter Familienbetrieb. „Denn ohne meine Kinder, wäre das hier nicht möglich“, sagt er.

In der Eselei, im Nordwestzentrum, gibt es regionale Küche und Platz für 100 Gäste im Biergarten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare