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Hilfe bei Schockanrufen

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Von: Brigitte Degelmann

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Ein starkes Trio: Die Seniorenbeiräte Karlheinz Beck, Angelika März und Renate H. Sterzel (v.l.) vor dem Sozialrathaus Nord im Mertonviertel, Emil-von-Behring-Straße 14.
Ein starkes Trio: Die Seniorenbeiräte Karlheinz Beck, Angelika März und Renate H. Sterzel (v.l.) vor dem Sozialrathaus Nord im Mertonviertel, Emil-von-Behring-Straße 14. © rüffer

Karlheinz Beck (79) und Angelika März (66) sind die beiden neuen Seniorenbeiräte im Frankfurter Norden. Sie bieten künftig zweimal im Monat eine Sprechstunde für ältere Menschen in Heddernheim, Niederursel und Nordweststadt an. Besonders ein Thema liegt ihnen am Herzen: die Warnung vor Schockanrufen.

Fast jeder fünfte Mensch, der im Ortsbezirk 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) lebt, ist älter als 64 Jahre. Denn laut Statistik zählen 18,8 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner zu dieser Altersgruppe. Sie haben jetzt zwei neue Ansprechpartner: Karlheinz Beck (79) und Angelika März (66). Beide engagieren sich als Seniorenbeiräte. Sie bieten jeden ersten und dritten Dienstag im Monat spezielle Sprechstunden im Sozialrathaus Nord im Mertonviertel an. Ein Engagement, das auch bei der Vorsitzenden des Frankfurter Seniorenbeirats, Renate Sterzel, Beifall findet: „Ich freue mich sehr, dass die Seniorenbeiräte hier so aktiv sind.“

Dass sie unterschiedlichen Parteien angehören – Karlheinz Beck ist bei der CDU, Angelika März bei den Grünen aktiv -, sei kein Hindernis, versichern beide. Schließlich verfolgten sie dasselbe Ziel: die Interessen älterer Menschen zu vertreten. „Parteipolitik würde da keinen Sinn machen“, sagt Beck. „Wir arbeiten parteiübergreifend, das finde ich angenehm“, bestätigt März.

Seit 14 Jahren lebt sie in Niederursel, inzwischen in einer Seniorenwohnanlage. Immer wieder habe sie dort Mitbewohner:innen in den vergangenen Jahren unterstützt, sagt die frühere Physiotherapeutin – in allen Lebenslagen. Etwa jene Nachbarin, die an Rückenschmerzen litt, aber nicht zum Arzt wollte.

Erst besorgte Angelika März ihr eine Salbe aus der Apotheke, später brachte sie die Frau dazu, einen Mediziner zu konsultieren. Schließlich kam die Nachbarin im Krankenhaus. Dort wurde festgestellt, dass ihre Blutzuckerwerte viel zu hoch waren, wegen Diabetes. „Auf die Dauer wäre das tödlich gewesen“, sagt die 66-Jährige. Inzwischen nimmt die Seniorin Medikamente, erhält Pflegegeld und andere Hilfen. Auch Karlheinz Beck kümmert sich um ältere Menschen. Er lebt seit 1964 in einer genossenschaftlichen Wohnanlage in der Nordweststadt und hat dort Kontakt mit vielen Nachbarinnen und Nachbarn. Mal helfe er beim Aufhängen von Bildern in der Wohnung, mal bringe er andere zum Bus. Als ihm auffiel, dass eine alleinstehende, 92-jährige Frau dement wurde, alarmierte er das Sozialrathaus. „Ich kann da nicht einfach wegschauen“, sagt der frühere Verkaufsleiter.

Besonders ein Thema liegt dem Seniorenbeirat am Herzen: die Warnung vor sogenannten Schockanrufen, mit denen Betrüger:innen vor allem von älteren Menschen hohe Geldsummen ergaunern wollen. „Man muss den Leuten immer wieder einbleuen, dass sie sich auf so etwas niemals einlassen dürfen“, betont er. Mit Pfarrer Michael Stichling von der evangelischen Kirchengemeinde Nordwest habe er überlegt, einen Sketch zu diesem Thema zu entwickeln, um ältere Menschen vor solchen Gaunereien zu warnen.

Für ältere Menschen im Ortsbezirk 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) bieten die beiden Seniorenbeiräte Karlheinz Beck und Angelika März jetzt jeden ersten und dritten Dienstag im Monat von 10 bis 11 Uhr Sprechstunden im Sozialrathaus Nord im Mertonviertel, Emil-von-Behring-Straße 14, an.

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