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Mirjam von Haza-Radlitz ist kürzlich in den leerstehenden Laden in die Heddernheimer Landstraße 56 gezogen.

Heddernheim

Heddernheim: Blumenkörbchen belebt altes Wein-Bistro

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Mirjam von Haza-Radlitz verkauft jetzt ihre Sträuße im ehemaligen „Cave du Roy“ in der Heddernheimer Landstraße.

Für den Weinladen „Cave du Roy“ in der Heddernheimer Landstraße 56 ist ein Nachfolger gefunden. Seit Oktober belebt „Mirjam’s Blumenkörbchen“ die Räume des ehemaligen, legendären Bistros von Alfred Gaertner eingezogen, der im Sommer mit seinem Frankfurter Blues-Forum ein neues Vereinshaus in Steinbach bezog.

Der Blumenladen befand sich bislang rund 160 Meter entfernt in der Nassauer Straße. Doch die Miete dort sei auf Dauer zu hoch gewesen, sagt Inhaberin Mirjam von Haza-Radlitz. Zumal immer weniger Laufkundschaft in ihr Geschäft gekommen sei. Daher sei der neue Laden ideal, findet die Blumenfreundin.

Am Samstag, 23. November, richtet Mirjam von Haza-Radlitz zum nunmehr 19. Mal ihre Adventsausstellung aus. Zusammen mit anderen Firmen aus Heddernheim, unter anderem mit ihren ehemaligen Nachbarn der Goldschmiede Rauberger, bietet sie im Hof in der Heddernheimer Landstraße Dekorationen passend zur Adventszeit wie Sträuße und Kränze an. Dazu gibt gibt es Plätzchen. Die Ausstellung geht von 12 bis 18 Uhr. bö

Statt 125 Quadratmeter wie früher, stehen ihr nur noch 70 Quadratmeter zur Verfügung, „mehr brauchen wir auch nicht“, findet sie. Denn das Geschäft mit Rosen, Nelken und Tulpen habe sich in den vergangenen Jahren verändert, erläutert Mirjam von Haza-Radlitz. „Der Verkauf von Blumen, Dekoartikeln, Übertöpfen und anderem Schnick-Schnack ist stark zurückgegangen“, beobachtet sie.

Die meisten Menschen kauften solche Dinge online oder in Baumärkten mit ihren angeschlossenen Gartencentern. Dort gebe es seit Oktober auch Weihnachtsdeko. „Wenn ich zu diesem Zeitpunkt damit anfangen würde, würde man mich für bekloppt erklären, warte ich damit, ist der Markt dafür leergefegt“, beobachtet die Ladenbesitzerin.

Ein Dilemma, dass sie nun mit der Verkleinerung löst. „Wir konzentrieren uns auf Schnittblumen und Werkstücke, arbeiten viel auf Bestellung.“ Die reine Verkaufsfläche beträgt noch 25 Quadratmeter. „ich muss mich nicht mehr den ganzen Tag mit staubigen Scheiben beschäftigen“, sagt Mirjam von Haza-Radlitz und schmunzelt. Ihre zahlreichen Stammkunden haben den Umzug mitgemacht, manche haben sogar Geschenke zur Neueröffnung vorbeigebracht. Und auch neue Kunden hat der Umzug angezogen. Freitags kommen immer mal wieder Besucher des Heddernheimer Wochenmarktes von gegenüberliegenden Karl-Perott-Platz vorbei. „Die bestellen Blumen, gehen auf den Markt einen Wein trinken und holen dann ihre Blumen ab“, schildert die Geschäftsfrau erfreut.

Es ist nicht der erste Umzug des „Blumenkörbchens“. Im März 2000 hat das Geschäft eröffnet, damals in der Heddernheimer Landstraße 39. Im Jahr 2007 folgte der Umzug auf die andere Straßenseite, in die Nassauer Straße 2. Nun also 160 Meter weiter, zurück in die Heddernheimer Landstraße. „Dass wir im Stadtteil geblieben sind, das freut die Kunden am meisten“, hat Mirjam von Haza-Radlitz festgestellt. Ins alte Ladenlokal kommt – vermutlich zu Anfang des neuen Jahres – eine Schülerhilfe.

Das Blumenkörbchen in der Heddernheimer Landstraße 56 hat drei Mitarbeiter. Geöffnet ist der Laden montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 17 Uhr. Hinzu kommen Öffnungszeiten am Mittwoch und Samstag von 8.30 bis 13 Uhr.

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