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Die Öffnungen sollen geschlossen und eine neue Lüftungsanlage installiert werden, damit es für Anlieger nicht laut wird.

Heddernheim

Fragen zum Musikbunker

  • vonPia Henderkes-Loeckle
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Die CDU befürchtet Lärm und zusätzlichen Parkraumdruck in der Römerstadt. Die Betreiber sind an einem einvernehmlichen Miteinander interessiert.

Der Umbau des Bunkers in der Hadrianstraße ist weit fortgeschritten. Proberäume für 31 Bands und zehn Aufnahmestudios sollen dort künftig Musikern zur Verfügung stehen. Doch die neue Nutzung des ehemaligen Zivilschutzbunkers sorgt nicht nur für Zuspruch. Die CDU-Fraktion im Ortsbeirat 8 befürchtet weiter wachsenden Parkraumdruck in der Römerstadt und Lärmbelästigung für die Anwohner. In einem entsprechenden Antrag will sie vom Magistrat wissen, welche Auflagen gemacht wurden.

Direkt dazu nahmen in der jüngsten Sitzung des Gremiums der Eigentümer des Bunkers, Stefan Maag, und der Betreiber und Vermieter der Proberäume, Born Meißner, Stellung. Sie stellten dem Gremium das Konzept vor und erläuterten die Auflagen, die sie erfüllen müssen. „Alle Öffnungen im Bunker wurden geschlossen“, erklärt Meißner. Ebenso habe das Gebäude eine moderne Lüftungsanlage erhalten, um offen stehende Türen zu vermeiden. „Die Energieeffizienz ist im grünen Bereich“, ergänzt Maag. Der Bunker wird mit einer Holzpellet-Anlage beheizt.

Vor allem Frankfurter Bands

Für die zukünftigen Nutzer stehen sieben Parkplätze und sechs Fahrradständer vor dem Bunker zur Verfügung, im Innenbereich gibt es zwei Fahrradräume. Die Musiker, so Meißner, richten sich ihren Proberaum ein und die Musikinstrumente bleiben vor Ort. „Hier entfällt das hin und her transportieren von Musikinstrumenten.“ Die Proberaumstudios werden zwar von wechselnden Bands gemietet, seien aber komplett ausgestattet. Über den Tag verteilt rechnet Meißner mit maximal 40 bis 60 Personen, die den Bunker frequentieren.

Die bisher fest stehenden Mieter der Proberäume kommen zu 85 Prozent aus Frankfurt, zehn Prozent aus Oberursel, der Rest verteilt sich auf Bad Vilbel und Offenbach. Maag und Meißner betonen, dass sie alle Mieter dafür sensibilisieren, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. „Wir sind an einem einvernehmlichen Miteinander interessiert“, so Maag. Anwohner könnten sich jederzeit mit ihren Anliegen an sie wenden. Und Meißner lud die Ortsbeiratsmitglieder zu einem Besichtigungstermin im Oktober ein.

Der CDU-Fraktion reichten die Ausführungen nicht aus, sie hielt an ihrem Auskunftsersuchen fest, stimmlich unterstützt von der BFF und den Freien Wählern. Alle anderen Fraktionen im Ortsbeirat sahen sich ausreichend informiert, so dass der Antrag keine Mehrheit fand.

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