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Der Heddernheimer Steg über dem Erich-Ollenhauer-Ring führt zum Nordwestzentrum. Er ist seit Jahren marode und muss erneuert werden.
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Der Heddernheimer Steg über dem Erich-Ollenhauer-Ring führt zum Nordwestzentrum. Er ist seit Jahren marode und muss erneuert werden.

Heddernheim

Abriss des Heddernheimer Stegs verzögert sich

  • VonJudith Dietermann
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Weil Bauteile nicht rechtzeitig geliefert wurden, muss der Abriss des Heddernheimer Stegs um einen Monat verschoben werden. Das gab jetzt die Stadt bekannt. Der Steg soll für 2,3 Millionen Euro erneuert werden.

Der Abriss des Heddernheimer Stegs wurde gestoppt. „Aus technischen Gründen“, sagt Michaela Kraft, Amtsleiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung. Für das Traggerüst entscheidende Teile seien nicht rechtzeitig verfügbar gewesen, erklärt sie. Aktuell habe man sich in der Vorbereitung der Rückbauarbeiten befunden, die nun eben gestoppt worden seien. Nach derzeitigem Stand soll in vier Wochen ein neuer Anlauf genommen werden. „Wir müssen zunächst eine neue verkehrsrechtliche Anordnung beantragen. Des Weiteren muss die Umleitung der Buslinie M60 abgestimmt werden“, sagt Kraft.

Ursprünglich sollte der Steg vergangenes Wochenende abgerissen werden. Bäume wurden gefällt oder zurückgeschnitten, Büsche gerodet. Um ausreichend Platz zu schaffen für den Abbruch des Überbaus, der in bis zu 25 Tonnen schwere Einzelteile zersägt und abtransportiert werden sollte. Das gelbe Geländer der Brücke wurde bereits teilweise abgebaut und durch helle Holzstreben ersetzt, ein Gerüst steht unterhalb des Steges, verengt die mehrspurige Straße und macht die Brückendurchfahrt so zu einem Nadelöhr.

Der vorgesehene Ersatzbau über den Erich-Ollenhauer-Ring ist eine Stahlkonstruktion. Aufzug und Treppenturm bleiben erhalten. Die Treppenanlage im Turm wird erneuert, ebenfalls aus Stahl. Die vorhandene Stufenrampe indes wird abgebrochen und nicht ersetzt. Stattdessen wird am Rand der Treppenstufen eine Schiebeschiene installiert, so dass Fahrräder hinaufgeschoben werden können. Neben dem Treppenturm werden zudem 20 überdachte Fahrradabstellplätze gebaut. Sechs Monate waren für die Arbeiten angesetzt. „Wir haben alle nötigen Schritte eingeleitet, um möglichst schnell weiterarbeiten zu können“, sagt die Amtsleiterin.

Die Verschiebung des monatelang geplanten Abbruchs des Steges passt in die Geschichte des 1968 erbauten Fußgängerüberwegs, der das Nordwestzentrum mit Heddernheim verbindet. Denn die Erkenntnis, dass der 1985 instand gesetzte Steg längst marode ist und erneuert werden muss, gibt es seit Jahren.

Doch ebenso lange Diskussionen zwischen Stadt und Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt), der stets gefordert hatte, neben dem vorhandenen Treppenturm samt Aufzug den Neubau mit einer barrierefreien Rampe zu versehen, führten dazu, dass sich der Neubau weiter verschob. Mit dem Ergebnis, dass die aktuelle Bau- und Finanzierungsvorlage diese nicht vorsieht, ein nachträglicher Anbau jedoch möglich ist.

Jüngst verzögerten sich die Arbeiten, weil sich keine geeignete Firma fand. Drei öffentliche Ausschreibungen gab es seit 2018 und jedes Mal nur einen Bieter. Und zwar die Baufirma Laudemann GmbH aus Sontra in Osthessen. Diese wurde erst aus formalen, dann wegen eines unwirtschaftlichen Angebotes ausgeschlossen. Erst mit der dritten Ausschreibung bekam sie den Zuschlag. In Bezug auf den schlechten Zustand des Steges sei dies jetzt sinnvoll, so der Magistrat.

Hinzu kommt: Eine längere Planungszeit bedeutet meist höhere Kosten. Das trifft auch auf den Heddernheimer Steg zu: Aus ursprünglich einer Millionen wurden 2,3 Millionen Euro. Begründet wurde dies mit der Hochkonjunktur in der Bauwirtschaft und dem großen Stahlbauanteil.

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