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Mehr Platz für Kerschensteinerschule

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Stadtweit sucht das Rote Kreuz nach Flächen Für Fahrzeuge, Material und Personal. Die Halle in Hausen muss die Organisation wohl aufgeben.
Stadtweit sucht das Rote Kreuz nach Flächen Für Fahrzeuge, Material und Personal. Die Halle in Hausen muss die Organisation wohl aufgeben. © Enrico Sauda

Ortsbeirat unterstützt Tauschgeschäft zugunsten der Grundschule Am Spritzenhaus in Hausen. Dem Roten Kreuz, das dort eine Halle nutzt, bereitet der bevorstehende Umzug große Sorgen.

Die Kerschensteinerschule braucht dringend mehr Platz. Abhilfe soll das angrenzende Areal der Freiwilligen Feuerwehr Am Spritzenhaus bringen, das seit ihrem Umzug in ihr neues Domizil Am Ellerfeld fast leer steht. Nur das Rote Kreuz nutzt noch eine Halle. Eine Lösung ist für die Schule in Sicht, dank eines Grundstückstauschs, den der Ortsbeirat 7 (Hausen, Praunheim, Rödelheim) nun einstimmig gebilligt hat.

Das Grundstück in Hausen tauscht die Eigentümerin, die Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum Grundstücksgesellschaft, mit dem Areal der Feuerwache in der Schwälmer Straße in Bockenheim, das wiederum der Stadt gehört. Dort will die Feuerwehr eine neue Wache und Wohnungen errichten. Für die Stadt ist der Tausch auch von finanziellem Vorteil, da das Bockenheimer Areal einen 1,375 Millionen Euro höheren Verkehrswert hat.

Zudem ist das Problem der fehlenden Erweiterung für die Grundschule gelöst. Das Konzept für den 38,5 Millionen Euro teuren Neubau, mit dessen Fertigstellung nicht vor 2028 zu rechnen ist, hatte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) dem Ortsbeirat im Juni vorgestellt. Allerdings war die Erweiterung in der Planung nicht berücksichtigt.

Das beschäftigt nun den Ortsbeirat 7. Das Gremium will wissen, welche Folgen der Grundstücksaustausch und das Mehr an Flächen auf die Planung haben und ob zeitliche Verzögerungen zu befürchten sind. Das wäre für die Grundschule fatal. Schließlich platzt sie seit Jahren aus allen Nähten. Auch fragt sich der Ortsbeirat, warum in Hinblick auf steigende Schülerzahlen nicht gleich fünfzügig gebaut wird, so wie es die Schulgemeinde fordert, statt es bei der aktuellen Vierzügigkeit zu belassen. Einstimmig brachte der Ortsbeirat den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen auf den Weg.

Rotes Kreuz in Sorge

Sorgen bereitet der Grundstückstausch nach wie vor dem Roten Kreuz. Der Auszug stelle die Hilfsorganisation vor große Probleme, da dort wichtige Komponenten des Katastrophenschutzes untergebracht sind, hatte sie jüngst Alarm geschlagen. Das Rote Kreuz benötigt in Frankfurt aktuell zusätzlich rund 500 Quadratmeter Fläche für Fahrzeuge, Material und als Unterkunft für das ehrenamtliche Personal, sagte DRK-Geschäftsführer Dierk Dallwitz. Anderenfalls lasse sich der Katastrophenschutz aus Sicht des DRK nicht angemessen durchführen. Hinweise zu passenden Flächen im Stadtgebiet seien willkommen. mit bos

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