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Mehr Leben für den alten Ortskern

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Von: Sonja Thelen

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Die Hausener Obergasse mit der evangelischen Kirche gehört zum alten Ortskern des westlichen Stadtteils. Monika Müller
Die Hausener Obergasse mit der evangelischen Kirche gehört zum alten Ortskern des westlichen Stadtteils. Monika Müller © Monika Müller

Nachbarschaft und Ortsbeirat sorgen sich um brachliegende Flächen und Leerstand.

Der Ortskern von Hausen verödet. Darüber macht sich Anwohner Hans-Georg Weigel Gedanken. Seine Sorgen teilte er in der Bürgerfragestunde des Ortsbeirats 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) den Stadtteilpolitikern mit. „Die Sparkasse ist weg, die Bäckerei droht zu schließen. Es gibt bald keine einzige Infrastruktur mehr. Es wird immer schlimmer.“

Gemeinsam mit anderen Anwohnenden überlege er, wie es im Ortskern mit brachliegenden Grundstücken und leer stehenden Häusern weitergehe, die „einen elenden Eindruck machen“ und offenbar „dem Verfall preisgegeben“ seien. Hinsichtlich ungenutzter Läden benötige das Quartier Angebote, die zur Belebung beitrügen und nicht „das 47. Nagelstudio“. Konkret fragte Weigel im Namen einer engagierten Gruppe von Bürger:innen, ob es nicht städtebauliche Förderprogramme oder solche der Wirtschaftsförderung gebe, die für Projekte genutzt werden können. Und inwiefern die angekündigte Erhaltungssatzung für Hausen ein hilfreiches Instrumentarium sein könnte – auch im Hinblick auf die Hausener Brotfabrik und die Pläne des neuen Eigentümers.

Ortsvorsteher Johannes Lauterwald (Grüne) betonte: „Die Situation geht uns sehr nah. Wir wollen ein Absterben des Ortskerns vermeiden.“ Vor knapp einem Jahr forderte das Gremium per Antrag, die Ortskerne im Bezirk zu schützen und aufzuwerten sowie eine Planungs- oder Ideenwerkstatt für Hausen zu organisieren.

Hinsichtlich der Ideenwerkstatt und geplanter Neubauprojekte müsse das Gremium nachhaken, sagte Lauterwald. SPD-Fraktionschef Hans-Jürgen Sasse ist optimistisch, dass die kulturelle Nutzung der Brotfabrik gewahrt bleibt, nachdem das Ensemble unter Denkmalschutz gestellt wurde und ein Bebauungsplan diese Nutzung festschreiben soll.

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