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Grundstückstausch in Hausen: Spritzenhaus für Kerschensteinerschule

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Von: Judith Dietermann

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Die Stadt tauscht ein Grundstück.
Die Stadt tauscht ein Grundstück. © Enrico Sauda

Die Grundschule im alten Ortskern leidet seit vielen Jahren unter Platzproblemen. Die sollen nun behoben werden.

In der Sitzung Ende Juni des Ortsbeirats 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) hatte Bau – und Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) es bereits angekündigt: Langfristig sei geplant, dass der Kerschensteinerschule in Hausen das Nachbargrundstück Am Spritzenhaus 1 – 3 zugeschlagen werden soll.

Das Areal, auf dem einst die Freiwillige Feuerwehr Hausen daheim war, ehe sie vor zwei Jahren in ihr neues Domizil Am Ellerfeld umzog. Und das die Kerschensteinerschule, die bereits seit Jahren unter Platzproblemen leidet, für ihre geplante Erweiterung dringend benötigt. Was nun in greifbare Nähe rückt.

Denn die Stadt scheint eine Lösung gefunden zu haben, wie aus einem aktuellen Vortrag des Magistrats hervorgeht. Demnach soll das Grundstück in Hausen – Eigentümer ist dort die Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum Grundstücksgesellschaft – mit dem noch in der Stadt befindlichen Besitz Areal in der Schwälmer Straße in Bockenheim getauscht werden. Mit einem finanziellen Vorteil für die Stadt – denn das Grundstück in Bockenheim hat einen Verkehrswert von 1,64 Millionen Euro, der in Hausen beträgt lediglich 265 000 Euro.

Soll heißen, die Stadt bekommt nicht nur das dringend benötigte Areal am Spritzenhaus, sondern zudem noch 1,37 Millionen Euro. Wenn die Stadtverordnetenversammlung den Grundstückstausch beschlossen hat.

Für die Kerschensteinerschule sei aus Kapazitätsgründen seit geraumer Zeit eine Erweiterung erforderlich, begründet der Magistrat diesen wichtigen Schritt. Das Tauschgrundstück der ehemaligen Freiwilligen Feuerwehr Hausen solle zur vierzügigen Erweiterung der Schule mit Ganztagsbetreuung und einer 100-prozentigen Essensversorgung dienen. Zudem soll eine neue Turnhalle errichtet werden.

Aktuell ist das Grundstück mit einer Fahrzeughalle mit angeschlossenen Sozialräumen bebaut. Die Grundstücksfläche ist mit Pflastersteinen befestigt. Für die künftige Nutzung der Flächen sei der Rückbau der aufstehenden Gebäude geplant, so der Magistrat. Auf dem Grundstück in Bockenheim wird derweil eine neue Feuer- und Rettungswache gebaut.

Schon seit dem Wegzug der Freiwilligen Feuerwehr hatten sowohl die Mitglieder des Ortsbeirates als auch die Schulgemeinde für die Nutzung des leerstehenden Areals am Spritzenhaus durch die Kerschensteinerschule plädiert.

Denn seit vielen Jahren wartet die Schule auf den Neubau. Mittlerweile ist es in dem Gebäude so eng, dass die Klassenräume auch für die Betreuung genutzt werden müssen. In einer so engen Taktung, dass die einen vor der Tür warten, bis die anderen fertig sind, wie die Eltern mehrfach in den Sitzungen des Ortsbeirates berichteten. Die Mensa biete lediglich 32 Plätze für 194 Kinder, essen müssten die Kinder deswegen in Schichten; der Werkraum wurde bereits umfunktioniert. Zwar wurden in der Juni-Sitzung die Pläne für den 38,5 Millionen Euro teuren Neubau vorgestellt, doch vor 2028 werde dieser nicht stehen, meinte Sylvia Weber. Zudem stehen und fallen die Pläne mit einem Ausweichgrundstück – was nach wie vor fehlt.

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