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DRK kritisiert Pläne für Areal Am Spritzenhaus

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Von: Boris Schlepper

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Die Halle, die das DRK auf dem Gelände in Hausen nutzt, soll für die Erweiterung der Kerschensteinerschule weichen.
Die Halle, die das DRK auf dem Gelände in Hausen nutzt, soll für die Erweiterung der Kerschensteinerschule weichen. © Enrico Sauda

Die geplante Erweiterung der Kerschensteinerschule stellt das Deutsche Rote Kreuz vor große Probleme. Denn auf dem Areal Am Spritzenhaus befindet sich eine Halle der Hilfsorganisation, in der wichtige Fahrzeuge des Katastrophenschutzes untergebracht sind.

Die Ankündigung der Stadt, das Grundstück Am Spritzenhaus in Hausen der Kerschensteinerschule zuzuschlagen, stößt beim Frankfurter Roten Kreuz nicht auf Begeisterung. Dass die Hilfsorganisation, die derzeit eine Halle auf dem Areal nutzt, sich dann eine neue Bleibe suchen muss, stelle sie vor große Probleme, teilt das DRK mit. Denn in der Halle seien wichtige Komponenten des Katastrophenschutzes untergebracht.

Baudezernentin Sylvia Weber (SPD) hat indes angekündigt, dass die Kerschensteinerschule, die schon länger Kapazitätsprobleme hat, auf dem benachbarten Gelände erweitert werden kann. Dafür ist ein Grundstückstausch nötig: Die Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum Grundstücksgesellschaft gibt ihr Areal Am Spritzenhaus her und erhält im Gegenzug eine Fläche in Bockenheim (die FR berichtete).

Sobald die Grundschule die neue Fläche nutzt, muss das Rote Kreuz raus. Darauf habe auch der derzeitige Eigentümer stets transparent hingewiesen, räumt der Rettungsdienst ein. Doch sei die Organisation auf die Fläche angewiesen. „Bedingt durch zunehmende Naturkatastrophen und weltweite Krisen steigt der Bedarf an Zivil- und Katastrophenschutz kontinuierlich“, sagt Alexander Schlott, Beauftragter für den Katastrophenschutz im DRK Frankfurt.

In der Hausener Halle seien zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug untergebracht. Diese kämen aktuell verstärkt zum Einsatz. „Mehrmals sind wir in den letzten Monaten als Ergänzungsrettungswagen ausgerückt“, berichtet Benedikt Hart, Leiter Rettungsdienst beim DRK Frankfurt. Bedingt durch die hohe Einsatzbelastung und den heißen Sommer unterstütze das Ehrenamt – aktiv in den unterschiedlichsten Einheiten des Zivil- und Katastrophenschutzes – den Rettungsdienst. Zur Organisation der Daseinsfürsorge bedürfe es zentral gelegener Orte.

Das DRK begrüße die geplante Erweiterung der Kerschensteinerschule Am Spritzenhaus. Es spricht sich jedoch dafür aus, die unterschiedlichen Bedarfe in der Stadt noch stärker vernetzt zu planen. „Ein Flächengewinn für den einen kann nicht zulasten des anderen gehen“, so Dierk Dallwitz, Geschäftsführer des DRK in Frankfurt. Das DRK benötigt im Stadtgebiet aktuell zusätzlich rund 500 Quadratmeter Fläche für Fahrzeuge, Material und als Unterkunft für das ehrenamtliche Personal. Ohne geeignete Flächen lasse sich der Katastrophenschutz nicht angemessen durchführen.

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