Mitmachen

Zu Hause wegen Coronavirus: Nichts darf man

  • schließen

Was tun Sie jetzt den ganzen Tag, wenn Sie zu Hause bleiben müssen? Wir bitten Sie: Geben Sie uns gute Tipps für den Zeitvertreib in Krisenzeiten.

Gestern Nachmittag haben Frau und Herr D. (Name in der Nachbarschaft bekannt) die Fenster ihrer Wohnung geputzt. Alle. Es wäre nicht richtig präzise zu sagen, dass Familie D. selten ihre Fenster putzt. Seit die D.s vor elf Jahren einzogen, kam es eineinhalb Mal dazu. Im April 2012 (ganz) und im Juni 2017 (nur Wohnzimmer und Küche).

Und dann gestern. Besonders schmutzig waren sie eigentlich nicht, die Fenster, im Vergleich. Aber die D.s gehen sonst gern und oft raus. Man muss das verstehen. Was soll man sonst mit sich anfangen? Drinnen?

Sagen Sie’s uns, liebe Leserinnen, liebe Leser. Verraten Sie uns, was Sie tun, jetzt, da wir alle so wenig miteinander in Kontakt treten sollen, wie es irgend möglich ist. Stellen Sie selbst Knete her und formen daraus lustige Figuren? Bauen Sie aus der alten Standuhr von Tante Cäcilie ein Musikinstrument und spielen darauf „Ich kauf’ mir lieber einen Tirolerhut, der steht mir so gut, der steht mir so gut“?

Schreiben Sie uns gute Tipps, mit denen wir uns und die Kinder den Tag über beschäftigen können, uns die Zeit vertreiben, vielleicht sogar etwas Sinnvolles anfangen. Zur Not.

Auf den Spielplatz: darf man nicht. Shoppen gehen, bis der Arzt kommt: darf man nicht. Freunde treffen: darf man nicht. Flashmob: darf man nicht. Party feiern: darf man nicht. Ins Restaurant: darf man nicht. Verreisen: darf man nicht. Fangen spielen: darf man nicht. Ins Fitnessstudio: darf man nicht. Irgendwas anfassen: darf man nicht. Tag im Zoo: darf man nicht. Fingerhakelturnier: darf man nicht. Stadtbücherei: darf man nicht. Museum: darf man nicht. Aufs Amt, Sachen erledigen: darf man nicht. Free Hugs (Gratisumarmungen) an der Straßenecke verteilen: darf man nicht.

Was tun Sie?

Nichts darf man. Was tun Sie? Schreiben Sie’s uns bitte. Lassen Sie die anderen Gelangweilten an Ihren genialen Einfällen teilhaben.

Kuchen gebacken haben wir schon. Pudding gekocht: auch. Man könnte natürlich den ganzen Tag essen, aber das hätte vermutlich Folgen, die geeignet wären, Teile der Leserinnen- und Leserschaft zu verunsichern.

Sicher, viele von uns haben tagsüber genug zu tun. Wir machen ja alle Home-Office, also Büro zu Hause, wenn wir nicht gerade Fliesenleger sind oder Dachdecker, Maler, Tapezierer oder Astronaut. In vielen Berufen lässt sich kaum Arbeit mit nach Hause nehmen. Umso wichtiger, sich anständig zu beschäftigen.

Gestern, während die D.s ihre Fenster putzten, war es aber auch für Angehörige der schreibenden Zunft schwer, produktiv zu sein. Da wollten nämlich alle gleichzeitig ins Internet und das hatte zur Folge, dass plötzlich keiner mehr da hineinkam. Nur deshalb hatte natürlich überhaupt jemand Zeit, den D.s beim Fensterputzen zuzuschauen.

Es wäre also ganz gut, wenn Sie Tipps hätten, die ohne Internet auskommen. Dann haben alle was davon und die heimarbeitende Bevölkerung sowieso. Unsere Fenster müssten übrigens auch dringend mal wieder … na, am Wochenende. Vielleicht.

Schreiben Sie an: online@fr.de, Stichwort „Homestory“. Wir veröffentlichen Ihre Tipps und jagen die Langeweile hinaus vor die Tür.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare