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Strichköpfe von Hannes Bartels.

Corona Homestory

Im Haus mit dem Drin-Bleib-Monster gegen Corona

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Und was der FR-Gemeinde noch so einfällt, um die Zeit zu Hause sinnvoll zu verbringen.

Hannes Bartels hat sich etwas einfallen lassen: „Eine Idee für kreative Menschen jedes Alters – zum Zeichnen, Verändern und Fantasieren“, schreibt er uns. Denn wir, Sie wissen es ja, sammeln gute Einfälle für die Menschen, die jetzt zu Hause bleiben.

Wie geht das, was Hannes Bartels vorschlägt? „Es gibt genug Apps, um Fotos in Strichzeichnungen zu verwandeln“, erklärt er: „Diese zum Ausgang nehmen, um Strichköpfe zu entwickeln. Selfies, Familienangehörige, Freunde und Freundinnen per Online-Austausch. Strich-Tiere, Strich-Ganzkörper …“ Die Fantasie kennt da keine Grenzen. Die Vorlage für die abgebildete Zeichnung schnitt er einst aus der FR aus. Jetzt kehrt sie verändert in die Zeitung zurück. „Viel Spaß“, wünscht er.

Und damit zu Annkatrin Hoeck aus Egelsbach. „Wir sind bereits seit den 70er Jahren aktiv zu allen Themen, die sich mit Ökologie, Gesundheit, Klimaschutz, Nachhaltigkeit befassen und bemühen uns um einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck“, schreibt sie. „Umso erstaunter sind wir, was innerhalb von wenigen Wochen möglich gemacht, verboten oder offiziell gewünscht wird!“

Interessanter Punkt. Wie nutzt sie jetzt die Zeit? Für „gnadenloses Aufräumen der Bücherschränke“. Aussortierte Werke werden auf dem Gehweg deponiert und finden schnell neue Leserinnen und Leser. Den Garten dürfen kinderreiche Familien nutzen („natürlich immer nur eine Familie“). Außerdem: Fotobücher erstellen, alte Fotos scannen und ordnen. „Hochinteressant, sich mit der eigenen Herkunft zu beschäftigen.“ Müll sammeln entlang der Bundesstraße. Und sich über die Enkelin freuen, für die immer Sonntag ist, wenn beide Eltern zu Hause sind: „Gestern berichtete die Kleine glücklich, dass jetzt jeder Tag Sonntag sei.“

Weiter geht’s. Alma langweilt sich fürchterlich. Sie will wegen dieses blöden Virus nicht mehr im Haus bleiben und schleicht sich raus – doch dann packt sie das Drin-Bleib-Monster am Fuß! Jedenfalls in dem Bilderbuch „Drin-Bleib-Monster – Alma hat coronafrei“ von Sophia M. Phildius und Coautorin Claudia Müller. Sie veröffentlichen die Geschichte im Internet zum Anschauen, Weiterklicken und Lernen (unter www.drin-bleib-monster.de). Darin kommen auch Tipps vor, wie man sich vor dem Coronavirus schützt und natürlich, was man drinnen spielen kann. Die Geschichte ist geeignet für Kinder im Alter ab vier Jahren, und das Team um die Autorinnen möchte damit einen „Beitrag zur Bewältigung der Probleme in dieser schweren Zeit leisten“.

Monika Plümer aus Göttingen hat gelesen, was FR-Autor Sebastian Moll in New York über das Leben im Corona-Ausnahmezustand schrieb, über seine Ängste und darüber, wie ihm Gespräche halfen – und das Schreiben. Das brachte sie auf die Idee, einer Freundin aus Madrid beizustehen, die kaum zum Verarbeiten der Krise kommt, weil sie zwei kleine Kinder zu versorgen hat. Plümer, selbst Sprachenlehrerin, setzte sich hin und verfasste nicht weniger als 20 Seiten mit Ideen, Gedichten, Spiel- und Bastelvorschlägen, Liedern, Filmtipps – alles verbunden mit der Möglichkeit, Notwendiges wie Kochen, Aufräumen und Bewegung unterzubringen. Viel zu viel natürlich, um es hier zu zitieren. Aber: Chapeau, liebe Monika Plümer.

Auch Ihre Ideen nehmen wir gerne in die Serie auf. Schreiben Sie einfach an: online@fr.de.

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