1. Startseite
  2. Frankfurt

Hauptwache Frankfurt: Umgestaltung beginnt im Sommer

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christoph Manus

Kommentare

Die Hauptwache in der Frankfurter Innenstadt soll grüner werden und mehr Sitzmöglichkeiten bieten. Das soll mehr Menschen zum Verweilen einladen.
Die Hauptwache in der Frankfurter Innenstadt soll grüner werden und mehr Sitzmöglichkeiten bieten. Das soll mehr Menschen zum Verweilen einladen. © Peter Jülich

Die Stadt will im Sommer mit den ersten Arbeiten zur Neugestaltung der Hauptwache in der Frankfurter Innenstadt loslegen. Zunächst ist die Zwischenebene am Museum Momem dran.

Knapp ein halbes Jahr ist es her, dass das Frankfurter Stadtparlament die erste große Neugestaltung der Hauptwache seit vielen Jahren auf den Weg gebracht hat. Statt großer Baumaßnahmen sollen schnelle kleine Lösungen dazu beitragen, den zentralen Platz attraktiver zu machen. Nun beginnen die Stadt und das Deutsche Architekturmuseum mit einer Bürgerbeteiligung für das Projekt.

„Schickt uns Eure Ideen!“, steht auf Plakaten, die vom heutigen Freitag an im Stadtgebiet zu sehen sein sollen. Gefragt sind Visionen für das „Wohnzimmer Hauptwache“; die Vorschläge können von mobilen Elementen für den Platz bis zu Aktionen reichen. Diese sollen dann von August an zu sehen sein und öffentlich diskutiert werden. Die Hauptwache werde zum großen „Reallabor“, heißt es.

Mehr Grün und mehr Sitzgelegenheiten für die Hauptwache in Frankfurt

Im Sommer will die Stadt auch mit den ersten Arbeiten auf dem Platz beginnen. Wie Mark Gellert, Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) auf Anfrage berichtet, ist zunächst geplant, dass die Zwischenebene der Hauptanlage, also der Bereich am neuen Museum für elektronische Musik (Momen) temporär umgestaltet wird. Dort soll es mehr Grün geben, es sollen Sitzgelegenheiten entstehen und schattenspendende Elemente aufgebaut werden.

Die Aufwertung des überdimensionierten Treppenabgangs, den viele schlicht „Das Loch“ nennen, ist eines der Kernelemente der Hauptwachen-Pläne. Statt dieses für sehr viel Geld mit einem Deckel zu versehen, wie das jahrelang geplant war, soll die Fläche als „Arena“ nutzbar – und damit auch deutlich belebt werden. Zum Ansinnen, die Aufenthaltsqualität des Stadtzentrums zu erhöhen, passt es, dass die Stadt unter dem Motto „Nachtschicht Hauptwache“ seit vergangener Woche freitags mit Musik und Food-Trucks Feiernde auf den Platz locken will.

Größere Bauvorhaben an der Hauptwache noch nicht 2022

Das vom Stadtparlament im November beschlossene Programm für eine höhere Aufenthaltsqualität an der Hauptwache enthält durchaus auch größere Bauvorhaben. So soll etwa der „Apothekenhügel“ am übergroßen Treppenabgang verschwinden. Der Traffiq-Pavillon auf der Hauptwache könnte abgerissen werden, die Treppenanlage an der Katharinenkirche verkleinert werden. Josefs Sprecher Gellert rechnet allerdings nicht damit, dass diese Arbeiten bereits in diesem Jahr beginnen werden.

Zu Jahresbeginn haben der Verein „Pro Altstadt“ und die Stiftung „Altes Neuland“ eine umfangreiche und detaillierte Studie vorgelegt, wie die Hauptwache neu gestaltet werden könnte. Auch dieses Konzept sieht die Nutzung des „Lochs“ als Arena und mehr Grün und Sitzmöglichkeiten vor, allerdings auch etwa den Bau eines Musikpavillons und eines selbstreinigende Toilettenhäuschen im historisierenden Stil.

Diese Vorschläge flössen in den Bürgerbeteiligungsprozess ein, sagte Gellert. Sie würden aber sicherlich nicht „1:1“ umgesetzt. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir ein Jugendstilgebäude errichten.“

Mehr zur Bürgerbeteiligung unter www.dam-online.de/reallabor

Auch interessant

Kommentare