Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Frankfurt am Main | 20. März 2018
+
Frankfurt am Main | 20. März 2018

Kriminalität

Hauptbahnhof Frankfurt: Weniger Diebstahl, mehr Raub

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
    schließen

Kriminalstatistik für den Frankfurter Hauptbahnhof wird auch durch Pandemie beeinflusst. Weniger Reisende, aber trotzdem mehr Gewaltdelikte.

Die Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Kriminalität im Frankfurter Hauptbahnhof gehabt. Da es weniger Reiseverkehr als in den Jahren zuvor gab, boten sich etwa Dieben weniger Möglichkeiten für Diebstahl. So sank die Zahl der Eigentumsdelikte 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf rund 1300. Die für Reisende besonders schmerzlichen Diebstähle von Taschen und Handgepäck sanken von 500 auf 400, wie die für den Hauptbahnhof zuständige Bundespolizeidirektion in Koblenz auf FR-Anfrage mitteilte.

Insgesamt verzeichnete die Bundespolizei demnach im vergangenen Jahr rund 4000 Straftaten im Hauptbahnhof, was gegenüber 2019 ein Rückgang von 16 Prozent bedeutet. Besonders rückläufig waren dabei aber Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, die das subjektive Sicherheitsempfinden der Reisenden nicht beeinträchtigen. Die Verstöße sanken um 25 Prozent auf 1400. Die Zahl der Sachbeschädigungen im Bahnhofsbereich lag mit 110 etwa auf Vorjahresniveau.

Trotz weniger Fahrgästen: Zugenommen haben hingegen Gewaltdelikte. Die Zahl stieg gegenüber 2019 um knapp sechs Prozent auf gut 440. Während die Körperverletzungen (290) und Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte (65) auf Vorjahresniveau blieben, stieg die Zahl der Nötigungen von zwölf auf 16 und die Zahl der Raubstraftaten von 14 auf 25. Gründe dafür, warum diese Zahlen trotz weniger Reisenden anstiegen, konnte ein Sprecher der Bundespolizei nicht nennen. Es könnten „Frustrationshandlungen“ gewesen sein, dies sei allerdings reine Spekulation.

Die Kriminalitätsstatistik im Frankfurter Hauptbahnhof war bereits Anfang Februar ein bundesweites Thema gewesen, nachdem das Bundesinnenministerium Zahlen präsentiert hatte. Demnach war Frankfurt bei Diebstählen im zweiten Halbjahr 2020 mit 744 Taten bundesweit trauriger Spitzenreiter, noch vor dem Hamburger Hauptbahnhof, der jährlich noch mehr Reisende verzeichnet als Frankfurt. Ralf Ströher, Sprecher der Bundespolizei am Frankfurter Hauptbahnhof, überraschen die Zahlen nicht. Taschendiebstahl sei im Frankfurter Hauptbahnhof wegen der Beschaffungskriminalität „immer ein Thema“.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass der Frankfurter Hauptbahnhof laut Bundesinnenministerium bei Drogendelikten nicht auf den vorderen Rängen liegt. Auch dafür hat Ströher eine Erklärung. Die Drogenkriminalität im Hauptbahnhof und der B-Ebene selbst habe im Vergleich zu früheren Jahren abgenommen. Delikte außerhalb des Bahnhofs würden mitunter nicht erfasst. Umgekehrt könnten einige in der Statistik auftauchenden Straftaten auch außerhalb des Bahnhofs begangen worden, aber dort zur Anzeige gebracht worden sein.

Genaue Zahlen zur Drogenkriminalität konnte die Bundespolizei nicht liefern, da dies in den Zuständigkeitsbereich der Landespolizei fällt, die ihre Zahlen für 2020 aber noch nicht präsentiert hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare