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Beamte bei einer Festnahme im Bahnhofsviertel.
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Beamte bei einer Festnahme im Bahnhofsviertel.

Sicherheit in Frankfurt

Hauptbahnhof bleibt Schwerpunkt für Polizei

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Der Kampf gegen die Drogenkriminalität im Frankfurter Bahnhofsviertel soll auch nach dem Abschluss der großangelegten Polizeiaktion fortgesetzt werden.

Im Kampf gegen die Kriminalität im Bahnhofsviertel waren am Dienstag wieder 150 Beamte im Einsatz. Nach Angaben der Polizei wurden dabei 260 Personen kontrolliert und 24 Strafanzeigen gefertigt. In 17 Fällen ging es um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Auch die Stadtpolizei und Lebensmittelkontrolleure waren bei den Kontrollen dabei und schlossen die Metzgerei eines Lebensmittelladens in der Münchner Straße „aufgrund starker Hygieneverstöße“.

Die Meldungen über Kontrollen im Bahnhofsgebiet verschickt die Polizei seit der Einrichtung der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) im vergangenen November in schöner Regelmäßigkeit. „Geballte partnerschaftliche Kontrollen“ ist die Meldung vom Mittwoch überschrieben.

Geht es nach Innenminister Peter Beuth (CDU), sollen künftig aber Stadtpolizei, Bundespolizei und Deutsche Bahn einen größeren Anteil an der Sicherung des Bahnhofsviertels leisten. Am besten ab Herbst, wenn die BAO aufgelöst werden soll.

In einem Interview mit der Frankfurter Neuen Presse hat Beuth jetzt angekündigt, dass anstelle der BAO eine dauerhafte Einheit im Frankfurter Polizeipräsidium etabliert werden soll. Wie viele Beamte darin tätig sein sollen, sei noch unklar, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Michael Schaich, auf Anfrage. Schaich verdeutlicht aber das nach Ansicht des Ministeriums einseitige Verhältnis im Kampf gegen die Kriminalität im und um den Bahnhof.

Im vergangenen halben Jahr habe allein die Frankfurter Polizei mehr als 100 000 Einsatzstunden geleistet, dazu kommen rund 30 000 Einsatzstunden der Bereitschaftspolizei. Somit entfielen 95 Prozent der Einsatzstunden auf die hessische Polizei, nur fünf Prozent auf Stadtpolizei, Deutsche Bahn und Bundespolizei.

Zumindest die Einsatzstunden der Bereitschaftspolizei dürften mit dem Ende der BAO wegfallen. Polizeipräsident Gerhard Bereswill hofft, „unsere Sicherheitspartner noch mehr mit ins Boot zu nehmen, dann haben wir auch keine Befürchtungen, dass eine stärkere Belastung auf uns zukommt“.

Doch die anderen Behörden sind auf Anfrage eher zurückhaltend. Deutsche Bahn und Bundespolizei stellen kein zusätzliches Personal in Aussicht. Auch Andrea Brandl, Referentin von Ordnungsdezernent Markus Frank, sagt: „Unsere Anstrengungen bleiben genauso erhalten.“ Immerhin habe die Stadtpolizei seit 13. Februar schon 1665 Streifenstunden in der B-Ebene absolviert und dabei 677 Personenüberprüfungen vorgenommen.

Brandl geht davon aus, dass die Kontrollen auch nach Ende der BAO erfolgreich sein werden, weil die womöglich fehlenden Einsatzstunden der Landespolizei durch andere Maßnahmen wie die Schließung von Durchgängen, eine bessere Beleuchtung und eine Optimierung der Videoüberwachung kompensiert werden könnten.

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