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Unmut über kaputte Aufzüge am S-Bahn-Übergang

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„Omega rechts“ soll die neue Brücke heißen, die in Zukunft Berkersheim mit Harheim verknüpfen soll. Die entsprechenden Pläne stellte die Stadt dem Ortsbeirat vor. Dieser kritisiert die Situation am geschlossenen S-Bahn-Übergang. Von Niklas Mag.

Omega rechts“ lautet der Name der Brückenvariante, die in Zukunft Berkersheim mit Harheim verknüpfen soll. Die entsprechenden Pläne stellte die Stadt am Montagabend in der jüngsten Sitzung dem Ortsbeirat 14 (Harheim) vor.

„Die Stadt Frankfurt wird die Planung komplett übernehmen. Wir haben die Brücke aus dem Gesamtprojekt der DB herausgelöst“, sagte Nicole Vogel vom Straßenbau-Amt. Die neuen Pläne sehen eine 6,55 Meter breite und 6,80 Meter über den Schienen liegende Fahrbahn vor. Die Pläne seien allerdings noch nicht in den Details ausgearbeitet, schließlich wartet ein ganz neues Planfeststellungsverfahren. Bis 2027/28 soll die Brücke stehen.

Was die Menschen in Harheim aktuell umtreibt, ist die Situation an dem für immer gesperrten Bahnübergang. „Der Aufzug der Fußgänger- und Fahrradbrücke, war in den vier Wochen, die er besteht, schon drei Mal kaputt“, beschwert sich Helmut Seuffert (Grüne). „Wenn man die am Aufzug angegebene Not-Nummer der Firma anruft, bekommt man erklärt, die Bahn wäre zuständig.“

Lösung im Mai

Zudem seien die Zugänge zur Station extrem schlammig und der offizielle Radweg laufe über den aktuell viel zu schmalen Bahnsteig, moniert der Grüne. „Das sorgt für Frust und vor allem auch für Ärger, denn die Leute, die auf die Bahn warten, wissen gar nicht, dass sie im Prinzip auf dem offiziellen Radweg stehen.“

Nicole Vogel sagte dazu: „Ihre Beschwerden sind durchaus gerechtfertigt, aber es ist eben eine Bausituation.“ Die geplanten temporären Lösungen seien noch nicht hergestellt, zudem sei der Bahnhof eine Baustelle der Deutschen Bahn.

„Wir haben die schlammigen Wege bereits bei der Bahn bemängelt und die Telefonnummer am Aufzug ist vermutlich einfach veraltet. Tatsächlich hat die Bahn mittlerweile die Verantwortung für die Wartung der Aufzüge inne.“ Anfang Mai sollen die temporären Lösungen fertiggestellt sein.

Wolfgang Siefert, Referent von Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne), hatte aber auch erfreuliches zu melden: „Wir überlegen außerdem, welche Möglichkeiten es gibt, den Schienenersatzverkehr zu verbessern. Vor allem in Richtung Norden.“ Der Harheimer Ortsbeirat hatte in der Sitzung im März für eine Busverbindung nach Bad Vilbel plädiert, um dort schnell in die Wetterau weiterfahren zu können. „Es ist richtig, dass durch den SEV die Fahrtverlängerungen in Richtung Wetterau im Vergleich zur normalen S6-Verbindung sehr groß wären. Wir prüfen das derzeit“, erläuterte Referent Siefert.

Doch auch in Richtung Frankfurt dauert es lang. Siefert dazu: „Es ist alles nicht optimal, aber wir müssen da jetzt durch.“ Generell sei in Richtung Stadt aber mit Fahrtzeitverlängerungen zu rechnen.

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