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Strom auf Ackerflächen erzeugen

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Von: Niklas Mag

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Die landwirtschaftlichen Flächen sollen unter den Solarpanels weiter genutzt werden können.
Die landwirtschaftlichen Flächen sollen unter den Solarpanels weiter genutzt werden können. © Andreas Arnold

Die Grünen im Ortsbeirat 14 wollen Möglichkeiten für „Agri-Photovoltaik“ untersuchen lassen. Der Kreislandwirt steht dem Verfahren offen gegenüber, hat aber auch Bedenken.

Die Harheimer Grünen sehen „Agri-Photovoltaik“ als Mittel, um Sonnenenergie auf Agrarflächen nutzbar zu machen. Sie wollen prüfen lassen, ob das Verfahren für Frankfurt sinnvoll ist, fasst der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat 14 Helmut Seuffert den Antrag zusammen, den seine Partei in der Sitzung am Montag einbringen wird.

Der Vorstoß der Grünen stütze sich auf eine Vorlage der Frankfurter CDU. „Diese hat beantragt, dass die Stadt mit den örtlichen Landwirten ein Konzept zur Stromerzeugung auf landwirtschaftlichen Flächen entwirft und deren Bereitschaft dazu abklopft. Ich glaube aber, dass das nicht der richtige Ansatz ist.“ Für einen Landwirt sei Stromerzeugung auf den Feldern nur dann sinnvoll, wenn es profitabel ist. Ob das Agri-Photovoltaikverfahren dazu passe, sei zu überprüfen.

Für das Verfahren werden in mehreren Metern Höhe lichtdurchlässige Solarpanele über den Feldern aufgebaut. „Scheinbar ist es möglich, unter den Solarpanels Landwirtschaft zu betreiben“, so Seuffert. „Ich frage mich allerdings, ob dann noch mit großen Geräten gearbeitet werden kann.“ Das müsse geklärt werden.

Kreislandwirt Matthias Mehl steht dem Vorschlag offen gegenüber. „Wir haben in Frankfurt etwa zwölf landwirtschaftliche Betriebe, die ihre Dachflächen bereits für die Stromerzeugung nutzen. Mit dem Thema beschäftigen wir uns seit rund 15 Jahren.“ Landwirtschaftliche Flächen für das Aufbauen von Solarmodulen zu opfern, lehnt er ab, denn das Land werde gebraucht. Auch müsse die Landwirtschaft weiter Priorität haben. „Es darf nicht sein, dass Bauern dann mit der Wartung oder der Pflege der Module betraut werden oder sich darum kümmern müssen.“

Auch gebe es andere Möglichkeiten, Solarmodule aufzustellen. „Parkplätze können überdacht werden, Dachflächen genutzt werden. Aber wir werden uns auch mit Agri-Photovoltaik beschäftigen“, so Mehl. mag

Der Ortsbeirat tagt am Montag, 7. Februar, 20 Uhr, im Bürgerhaus Harheim, In den Schafgärten 21. Es gilt die 3G-Regel.

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