Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Frank Immel auf dem Kirchplatz in Harheim, der neu gestaltet werden soll.  monika müller
+
Frank Immel auf dem Kirchplatz in Harheim, der neu gestaltet werden soll. monika müller

Das Jahr im Ortsbeirat 14

„Ortsbeiräte können mitgestalten“

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
    schließen

Ortsvorsteher Frank Immel (CDU) spricht im Interview unter anderem über den Baustellenverkehr durch den S6-Ausbau und über konkrete Lösungen im ÖPNV.

Herr Immel, hatte Corona Auswirkungen auf die Arbeit des Ortsbeirates 14?

Eine Sitzung musste ausfallen. Die anderen Sitzungen konnten wird mit den entsprechenden Abstandsregeln durchziehen, und auch Projekte mussten wegen der Pandemie nicht verlegt werden.

Ein beherrschendes Thema war die offene Jugendarbeit. Die Evangelische Kirchengemeinde aus dem Nachbarstadtteil Nieder-Erlenbach übernimmt die Trägerschaft dafür in Harheim. Wo und wann geht es los?

Das waren nach vielen Jahren auch kontroverser Diskussionen natürlich gute Nachrichten, über die wir uns hier im Stadtteil alle gefreut haben. Die Räumlichkeiten im Gemeindehaus der evangelischen Gemeinde sind renoviert worden. Sie sind auch barrierefrei. Was diesen Aspekt angeht, sind die Beteiligten startklar. Von der Stadt wurde kürzlich eine dritte Personalstelle für die Jugendarbeit bewilligt. Die wird gerade ausgeschrieben. Sobald sie besetzt ist, geht es los.

Wie einige nördliche Stadtteile ist auch Harheim vom Ausbau der S6-Strecke betroffen. Wie beurteilen Sie derzeit die Situation vor Ort und was erhoffen Sie sich von dem Ausbau?

Generell denke ich, dass wir auf einem guten Weg sind. Die Harheimer Bürger und Bürgerinnen freuen sich, künftig eine zuverlässigere Anbindung durch die S-Bahn zu haben. Aber natürlich gab und gibt es auch Probleme. So hatten wir Befürchtungen wegen des Baustellenverkehrs. Nun sehen wir aber, dass an der Abfahrt der B3a Arbeiten laufen, so dass hoffentlich dieser Verkehr minimiert wird. Was die bald wegfallende Querung am Bahnhof Berkersheim betrifft, sind wir in Gesprächen mit Bahn und Stadt. Wir brauchen für Fußgänger und Fahrradfahrer eine Lösung, zum Beispiel durch Aufzüge, bis die Omega-Brücke gebaut ist.

Ärger gab es auch immer wieder um die Taktung der Buslinie 25. Zu oft passten die Abfahrtszeiten nicht mit der Ankunft der S-Bahn überein. Stimmt das?

Ja, das hat viele Menschen genervt. Aber da gibt es gute Nachrichten: Zum Fahrplanwechsel wurden die Zeiten angepasst, statt als Ringlinie hat der Bus 25 nun eine Endhaltestelle in Nieder-Erlenbach. Dadurch hoffen wir, dass die Probleme behoben werden.

Konkret geärgert haben sich Bürger und Bürgerinnen auch über den Schienenersatzverkehr der Bahn, der eingesetzt wurde, als in den Sommerferien die S6 ausgefallen ist. Die Busse haben nicht am Bahnhof Berkersheim gehalten, sondern in der dortigen Ortsmitte. Sie sagten dazu: „Es gibt keine andere Lösung, wir werden damit leider leben müssen.“ Zeigt das, wie begrenzt manchmal die Einflussmöglichkeiten für Ortsbeiräte sind?

Das würde ich so nicht sehen. Ich denke schon, dass unsere Ortsbeiräte mitgestalten können. Wir sind immer in guten Gesprächen mit den anderen Akteuren und werden ernst genommen. Aber in diesem konkreten Fall, der wegen der Bauarbeiten sicher auch noch öfter auftreten wird, konnte keine andere Lösung gefunden werden.

Im vergangenen Interview hatten Sie gesagt, dass Sie sich für 2020 eine Neugestaltung des Kirchplatzes wünschen, damit dieser als Treffpunkt fungieren kann. Hat das geklappt?

Zur Person

Frank Immel ist Vermögensberater, wohnt seit 13 Jahren in Harheim, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Seit 2016 ist er Ortsvorsteher, seit 2011 auch Vorsitzender der Harheimer CDU. Der Ortsbeirat 14 ist für 5234 Menschen (Stand 31. Dezember 2019) in Harheim zuständig. Neun Sitze sind zu vergeben, vier davon habe die CDU. Auf je zwei kommen Grüne und SPD, einen haben die BFF inne. Die nächste Sitzung des Ortsbeirates 14 findet voraussichtlich zwei Wochen später als geplant statt, am Montag, 25. Januar, um 20 Uhr im Bürgerhaus Harheim, In den Schafgärten 21. Die FR blickt mit allen 16 Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern in Frankfurt zurück auf das Jahr 2020. Die Serie erscheint in loser Folge. bö

Noch nicht. Wir mussten erkennen, dass die Vorstellungen im Ortsbeirat doch weiter auseinander liegen. Es gibt verschiedene Anträge von CDU und SPD. Das Ziel bleibt aber, die Vorstellungen zusammenzuführen und mit einem gemeinsamen Antrag an den Magistrat heranzutreten.

Was gibt es Neues in Sachen Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr? Ein Neubau ist ja schon länger geplant, weil das alte Gebäude in der Korffstraße die neuen Anforderungen – größere Wagen, sanitäre Einrichtungen, etc. – nicht mehr erfüllt und zu wenig Platz bietet.

Das ist ganz einfach: Es gibt eine Magistratsvorlage, die besagt, dass ein Grundstück zwischen Altkönigblick und Maßbornstraße reserviert und dafür Erbbaurecht bestellt ist. Es soll mittelfristig bebaut werden, der Ball liegt nun also bei der Stadtverwaltung.

Ist dieses Grundstück, direkt neben dem Netto-Markt, eine gute Wahl aus Ihrer Sicht?

Es ist ja bekannt, dass wir dort eigentlich lieber die Ansiedlung von Gewerbe gesehen hätten. Da sich dafür aber kein Investor finden ließ, hatte der Ortsbeirat dann selbst dieses brach liegende Grundstück vorgeschlagen,

Das Bürgeramt konnte erhalten werden und wird sogar ausgebaut. Welche Bedeutung hat das für den Stadtteil?

Für die Menschen vor Ort hat das eine hohe Bedeutung. Zwar ist das Bürgeramt nur tageweise besetzt, aber in dieser Zeit werden die Serviceangebote jetzt erweitert. Das wirkt auch dem Gefühl, am Rand von Frankfurt abgehängt zu sein, entgegen.

Schon im Vorjahr hatten Sie fehlende Betreuungsplätze in Harheim problematisiert. Die von der CDU im Ortsbeirat vorgeschlagene Kita in der Siedlung Niederfeld wurde abgelehnt. Wie stellt sich die Situation jetzt dar?

Stand ist, dass alle Kinder, die nachmittags betreut werden müssen, auch einen Platz haben. Dazu hat eine eher unkonventionelle Lösung geführt, die die Stadt gefunden hat: In der alten Berkersheimer Grundschule kommt nun eine Gruppe unter, die per Shuttlebus dorthin fährt. Darüber hinaus werden weitere Standorte für eine Kita gesucht, ganz konkret geht es um ein Grundstück in der Haintalstraße.

Gibt es ein konkretes Projekt, das 2021 für den Ortsbeirat ansteht?

Wir haben viele Themen zu bearbeiten, die auch alle im Interview schon erwähnt wurden. das eine konkrete Projekt gibt es dabei nicht. Aber natürlich wird uns vor allem das Thema Verkehr weiter beschäftigen. Dazu zählt auch die E-Mobilität. Im Ortsbeirat gab es schon mehrere Anträge dazu. Wir müssen auch hier in Harheim für die passende Infrastruktur sorgen, zum Beispiel in Form von Ladesäulen.

Interview: Fabian Böker

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare