Harheim

Lange Warteliste für Betreuungsplätze

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Die Kinderbeauftragte schlägt Alarm. Sie sieht dringenden Handlungsbedarf im Stadtteil.

Die Liste der Eltern ist lang, die in Harheim auf einen Betreuungsplatz für ihre Kinder warten. „Wir haben dringenden Handlungsbedarf im Stadtteil“, sagt die Kinderbeauftragte Heidi Sehl. Das bestätigt auch der Vorsteher im Ortsbeirat 14, Frank Immel (CDU). „Es fehlen überall Plätze.“

Der Stadt ist das Problem bekannt. „Wir wissen um die Dringlichkeit“, sagt Jasmin Misev vom Bildungsdezernat. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran.“ Derzeit werde geschaut, wie Kinder in Harheim kurz- und langfristig betreut werden können. Geplant sei, den Eltern möglichst noch vor den Sommerferien eine Lösung zu präsentieren. Bislang sei jedoch noch nichts spruchreif.

Rund 60 Mädchen und Jungen unter drei Jahren hätten derzeit keinen Krabbelstuben-Platz, sagt Sehl. Für Kindergartenkinder gebe es eine Lücke von 19 Plätzen, im Hort-Bereich seien es etwa 37. Vor allem für Eltern, die ihre Kinder nach der Schule unterbringen müssten, müsse etwas getan werden, so Sehl, da es für diese keinen gesetzlichen Anspruch gebe.

Nach Ansicht der Kinderbeauftragten könnte ein Hort in den Räumen eines ehemaligen Supermarkts in der Haintalstraße unterkommen. Ein Träger habe sich schon bereit erklärt, die Einrichtung aufzubauen. Die Liegenschaft sei etwa 400 Quadratmeter groß, dort könnten laut Sehl mindestens zwei Gruppen unterkommen. „Es fehlt nur noch die Zustimmung der Stadt.“

Die leerstehende Gewerbefläche ist der Stadt bekannt, sagt Misev. Dort könne allerdings frühestens in einem Jahr eine Kindereinrichtung entstehen. „Wir suchen aber primär nach kurzfristigen Lösungen“.

Geschaut werde deshalb, ob bestehende Einrichtungen wie die Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) an der Harheimer Grundschule aufgestockt werden könne. Allerdings sei die Schule schon ausgelastet. Das bestätigt Heidi Sehl. Derzeit stehe der ESB-Leitung nicht einmal ein Büro zur Verfügung.

Keine Auswirkung auf die Betreuungssituation habe die Flüchtlingsunterkunft des Deutschen Roten Kreuz, die im Januar in der Straße Im Niederfeld eröffnet hat, sagt Referentin Jasmin Misev. Die Kinder und Jugendlichen hätten mit der Problematik vor Ort nichts zu tun. Für diese habe es bereits vorab einen Betreuungsplatz gegeben.

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