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Der beschrankte Bahnübergang in Berkersheim soll ab Mitte 2022 geschlossen werden.
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Der beschrankte Bahnübergang in Berkersheim soll ab Mitte 2022 geschlossen werden.

Harheim

Kritik an Brücke über Bahngleis in Berkersheim

Die Bahn will den ebenerdigen Übergang an der S-Bahn-Station Berkersheim für immer schließen. Der Harheimer Ortsbeirat befürchtet, ein Behelfssteig könne zu einer Dauerlösung werden. Er fordert eine barrierefreie Überquerung.

Der Harheimer Ortsbeirat schlägt Alarm. Das Stadtteilparlament fordert den Magistrat auf, eine barrierefreie Überquerung der S-Bahngleise in Berkersheim sicherzustellen. Denn der Beschluss der DB Netzagentur steht fest, Mitte 2022 den ebenerdigen Bahnübergang für immer zu schließen. Das wurde dem Ortsbeirat am Montagabend mitgeteilt.

Als Ersatzlösung will die Bahn einen Behelfssteig aus Metallgittern bauen, über den die Menschen per Fahrstuhl oder Treppen zu dem S-Bahngleis (Richtung Frankfurt) oder nach Berkersheim kommen können. Die in vorherigen Planungen vorkommenden Rampen, die einen schnellen und barrierefreien Übergang gewährleisten sollten, tauchen nicht mehr auf. Stattdessen bietet die Bahn an, an den Treppen Schienen zu installieren, auf denen Fahrräder geschoben werden können.

Im Ortsbeirat ist man entsetzt. „Die Querung der Bahngleise muss auch Menschen ermöglicht werden, die nicht mit einem gewöhnlichen Fahrrad fahren können, Radlern mit Anhängern, Lasten- oder Liegerädern“, fordert Antragsteller Helmut Seuffert (Grüne). Wegen der Brisanz der Situation – für die Harheimer steht die Anbindung zur S-Bahn und die Erreichbarkeit des benachbarten Stadtteils Berkersheim auf dem Spiel – haben sich in großer Einheit die Fraktionen der CDU und SPD dem Antrag angeschlossen.

Die Zeit läuft

„Die Zeit läuft“, mahnt CDU-Fraktionschef Stefan Quirin. Denn ein weiteres Debakel droht: Die versprochene barrierefreie Omegabrücke ist von der Stadt noch nicht im Planungsverfahren. Der Behelfssteig der Bahn könnte so schnell zu einer Dauerlösung werden. Die alte Behelfsbrücke aus Holz, die abgerissen wird, stand jahrzehntelang. „Wenn ich sehe, wie viele Radfahrer täglich Richtung S-Bahn und Berkersheim unterwegs sind, mag ich mir nicht vorstellen, wie das mit den Aufzügen klappen soll“, sagt Quirin.

Er frage sich, was mit den Harheimer Grundschulkindern ist, die derzeit die ESB-Betreuung in der alten Berkersheimer Grundschule besuchen. Die Idee, dass sie mit Rädern den Schulweg meistern könnten, wäre hinfällig.

Die von der Stadt und Bahn angepriesene Unterführung „Im Wiesengarten“ ist nach Meinung des Ortsbeirats keine Zwischenlösung. Der Tunnel werde zu schmal für alle sein.

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