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Harheim

Jugendliche in Harheim sind unzufrieden

  • vonNiklas Mag
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Heranwachsende bewerten Angebote im Stadtteil Harheim. Ihr Urteil fällt nicht rosig aus.

Was tun Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit, wo verbringen sie diese und vor allem: Was wünschen sie sich? Im Herbst hatte das Kommunale Jugendbildungswerk dafür eine umfassende Umfrage gestartet. Online konnten Zehn- bis 20-Jährige abstimmen, wurden aber auch an den bekannten Stellen in Harheim aufgesucht und befragt.

In einer Onlineveranstaltung wurden die Ergebnisse jüngst präsentiert. Etwa 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer loggten sich ein. Viele Überraschungen gab es bei der Frage nach den beliebtesten Aufenthaltsorten nicht. „71 Prozent haben angegeben, regelmäßig in der Spielstraße zu sein“, sagt Marcel König, Mitarbeiter an der Frankfurt University of Applied Science (UAS), der sich um die Datenauswertung gekümmert hat. Auch der Parkplatz vor der Netto-Filiale wurde oft genannt.

Dazu besuchen mehr als die Hälfte der Jugendlichen regelmäßig „kommerzielle Räume“ wie das Nordwestzentrum. Das liegt zwar nicht auf Harheimer Gebiet, fließt aber in die Statistik ein, denn: „Wir gehen ins Jugendhaus nach Bad Vilbel. Hier gibt es für uns ja nichts“, zitiert König aus der Umfrage. Auch Bonames, Ober-Erlenbach, Nieder-Eschbach, das Westend und sogar Karben seien in der Befragung aufgetaucht.

Die Spielstraße ist veraltet und oft vermüllt, hätten die Jugendlichen mitgeteilt. Im Winter sei es dort zu kalt. Auf einer Skala von null bis zehn geben die Harheimer Jugendlichen ihre Zufriedenheit mit einer 4,4 an. „Die Befragung zeigt deutlich, die Jugendlichen sind eher unzufrieden mit dem Stadtteil“, so König.

Doch wie verbringen die Harheimer Jugendlichen ihre Freizeit? „Musik hören und gemeinsam Musik machen wurde von fast 40 Prozent genannt. Sich mit Freunden zu treffen ebenfalls.“ Dicht gefolgt von Sport und dem Aufenthalt im Freien. Rund 30 Prozent gaben Freizeitaktivitäten in einem Verein an. Und hier zeigt sich eine der großen Stärken Harheims, die ebenfalls abgefragt wurden: „Es gibt sehr gute Vereinsarbeit und Vernetzung im Stadtteil“, berichtet König. Harheimer „Offenheit“ werde von den Jugendlichen sehr geschätzt, die Spielstraße ist trotz genannter Probleme ein etablierter und gut angenommener Treffpunkt.

„Jugendliche wünschen sich, nicht abgehängt und mehr beachtet zu werden. Es fehlt eine direkte Ansprechperson für ihre Belange“, zieht König Bilanz und präsentiert den „Wünsche-Pool“. Eine Sammlung von Vorschlägen, die bei der Umfrage auffällig oft genannt wurden. „Da geht es um freies WLAN, warme Räumlichkeiten, ein Schwimmbad, einen Treffpunkt speziell für Mädchen und eine Erweiterung der Skate-Anlage“, zählt König auf. Und auch der Wunsch nach einem Jugendtreff sei oft aufgekommen. Über die Notwendigkeit eines solchen wird seit langem diskutiert.

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