1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Harheim

Harheim: Unmut über Radwege

Erstellt:

Von: Niklas Mag

Kommentare

Die Harheimer Ortsbeiräte Sebastian Menges (l., SPD) und Helmut Seuffert (Grüne) mit ihrem Rad am Berkersheimer Bahnhof, dem ÖPNV-Knotenpunkt für Menschen aus Harheim. Die Aufzugsanlage dort ist allerdings oft defekt.
Die Harheimer Ortsbeiräte Sebastian Menges (l., SPD) und Helmut Seuffert (Grüne) mit ihrem Rad am Berkersheimer Bahnhof, dem ÖPNV-Knotenpunkt für Menschen aus Harheim. Die Aufzugsanlage dort ist allerdings ost defekt. © Hamerski

Die Menschen in Harheim sind unzufrieden mit den Radwegen. Die Stadt will nun im Norden nachbessern und plant zwischen Rödelheim und Nieder-Erlenbach ein Routennetz.

Die Menschen in Harheim sind nur ungern mit Rad in ihrem Stadtteil unterwegs. „Wer nach Bonames will, kommt bei schlechtem Wetter nur matschig an. Durch den Nordpark zu fahren, ist auch keine gute Alternative“, sagt ein Harheimer in der Sitzung des Ortsbeirats 14 (Harheim) am Montagabend. Gerade zu Stoßzeiten würden sich auf dem Niddaradweg viele Verkehrsteilnehmer treffen. Pendler fahren nach Frankfurt, Menschen gehen mit ihren Hunden spazieren. Ortsvorsteher Frank Immel (CDU) pflichtete ihm bei: „Der Niddaradweg ist tatsächlich zu den Stoßzeiten etwas überlastet. Für Pendler ist es aktuell der zentrale Weg nach Frankfurt.“

Ebenso kam der Weg nach Bad Vilbel zur Sprache, der an vielen Stellen noch nicht zu einem breiten und modernen Fahrradweg ausgebaut ist. Mehr und gut ausgebaute Wege rund um den Ortsteil sind jedoch nicht über Nacht zu realisieren. Das vermittelte Joachim Hochstein, Leiter des Radfahrbüros Frankfurt, dem Ortsbeirat. „Wir halten die gemeinsame Nutzung landwirtschaftlicher Wege mit Fußgängern und Radfahrern für eine gute Sache. So wird es im Moment ja bereits gehandhabt. Wenn sich da jeder etwas zurücknimmt und Rücksicht auf die anderen nimmt, funktioniert das sehr gut.“ Alternativ könnte man landwirtschaftliche Wege zu Fahrradwegen machen und den Landwirten das Gastrecht geben. „Aber das halte ich gerade hier in Harheim nicht für sinnvoll.“

Letztendlich entscheide nicht das Radfahrbüro über neue Radwege oder den Ausbau von bestehenden, sondern die Politik. Zudem müsste das Umweltamt gesetzliche Vorgaben einhalten und sich an Schutzkategorien der Landschaft halten. Zu einer Abwägung, ob die Versiegelung durch einen Fahrradweg durch den erhöhten Radverkehr aufgewogen werden könnte, käme es meist nicht.

Helmut Seuffert (Grüne) monierte, dass Radwegkarten und Hinweisschilder oft Routen beinhalten, die nur teilweise befahren werden können. Laut Hochstein handelt es sich bei den Radweg-Wegweisern aber nur um Routenempfehlungen. Ausgewiesene Routen seien in der Regel gut befahrbar.

Wegen der Entscheidung zum Radentscheid habe der Fokus der Planer bisher vor allem auf der Innenstadt gelegen. Hochstein versprach aber, dass die nördlichen Stadtteile nun dran sind. Noch vor Weihnachten werde man die Planung eines Radkonzepts Nord ausschreiben. Zwischen Rödelheim und Nieder-Erlenbach werde ein Netz mit Haupt- und Nebenrouten geplant, dann werde sich die Politik auch stärker mit den Radwegen rund um Harheim beschäftigen.

Zudem bat der Ortsbeirat Hochstein, die Umleitungsbeschilderung, die eine Fahrradroute durch Bonames nach Berkersheim angibt, zu entfernen, da durch die Aufzugsanlage am Bahnhof der direkte Weg nach Berkersheim mittlerweile wieder frei ist. Die allerdings regelmäßig ausfällt.

Auch interessant

Kommentare