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Frankfurt-Nord

Freude über Rufbus-Test im Frankfurter Norden

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Ortsvorsteher der nördlichen Stadtteile begrüßen geplanten Probelauf. Vor allem für HArheim und Nieder-Erlenbach wäre das Angebot eine große Bereicherung.

Eigentlich sollte er aus Kostengründen nicht stattfinden, nun gibt es im Herbst 2021 in vier nördlichen Stadtteilen doch den Test von Rufbussen (die FR berichtete). Bei manchen lokalen Politikern in den nördlichen Stadtteilen ist die Freude darüber groß.

Es geht um die Stadtteile Harheim, Bonames, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach. Dort sollen, wie es der Aufsichtsrat der Nahverkehrsgesellschaft Traffiq nun beschlossen hat, insgesamt drei Elektrofahrzeuge unterwegs sein. Fahrgäste können per Telefon oder App ihren Fahrtwunsch anmelden und sich bis vor die Haustür fahren lassen, täglich zwischen 5 und 1 Uhr.

Für einen Stadtteil wie Harheim, der nicht an die U-Bahn angeschlossen ist, sei das „eine riesige Verbesserung“, sagt Ortsvorsteher Frank Immel (CDU). Gerade in den Randzeiten seien die Menschen dadurch mobiler, und das gelte nicht nur für die Personen, die auch generell in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Dass es, nach der Absage des Projektes im Oktober durch Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD), nun doch noch zum Testlauf kommt, ist laut Immel Ergebnis der „guten Gespräche mit Oesterling und der Traffiq“. Zu Details, wie viele Menschen davon profitieren könnten, welche Ecken genau erschlossen werden und wie viele Fahrten pro Tag möglich wären, dazu kann Immel noch nichts sagen. „Das soll ja durch den Testlauf ermittelt werden.“

Auch bei Yannick Schwander (CDU) ist die Freude groß. Er ist Ortsvorsteher in Nieder-Erlenbach, dem zweiten Stadtteil des Projektes ohne U-Bahn-Anschluss. Er war von Anfang an einer der lautesten Kritiker der Nicht-Teilnahme an dem Projekt. Das Verkehrsdezernat würde da an der falschen Stelle sparen, kritisierte er.

Nötige Alternative zum Auto

Schwander brachte zum Ausdruck, dass „die Menschen im Frankfurter Norden mehr denn je eine Alternative zum Auto“ bräuchten. Nun könnte diese „von vielen Bürger und Bürgerinnen seit Jahren gewünschte“ Alternative kommen. „Unsere Stadtteile sind zum Teil nur schwach mit dem ÖPNV-Netz verbunden. Die On-Demand-Busse sind das passende System, weil sie zum einen die bestehenden Buslinien ergänzen und zum anderen eine Flexibilität darstellen, wie sie heute an der Tagesordnung ist“, so Schwander.

Etwas nüchterner geht Ernst Peter Müller (CDU) die Sache an. Denn im Gegensatz zu Harheim und Nieder-Erlenbach stehe Nieder-Eschbach, wo Müller Ortsvorsteher ist, „recht gut im ÖPNV-Anschluss da“. Dennoch werde „jede weitere Verbesserung als Ergänzung zum Individualverkehr von mir begrüßt“.

Robert Lange (CDU), Ortsvorsteher des Ortsbeirates 10 und damit etwa zuständig für Bonames, sieht es ähnlich. Auch Bonames seit gut an den Nahverkehr angebunden, unter anderem durch die U-Bahn-Linien 2 und 8. „Profiteure sind vor allem Harheim und Nieder-Erlenbach.“ Nichtsdestotrotz sei dieses zusätzliche Angebot von Vorteil und „kann nur positiv für Bonames sein“. Denn nicht nur dort müsse der ÖPNV gestärkt und attraktiver gemacht werden, im Sinne des Umweltschutzes.

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