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Bei starkem Regen tritt der Escbach hier bei Nieder-Eschbach über die Ufer.
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Bei starkem Regen tritt der Eschbach hier bei Nieder-Eschbach über die Ufer.

Harheim

Eschbach naturnah ausbauen

Der Ortsbeirat in Harheim fordert den naturnahen Ausbau des Eschbachs, Überflutungen nach Starkregen zu verhindern.

Nach dem starken Regen im Sommer diesen Jahres steht das Thema Hochwasser auf vielen Tagesordnungen. Auch in Harheim sorgt man sich wegen der Nidda und des Eschbachs. „Wir hatten ganz massive Überschwemmungen in Harheim. Das war 2003 und 2007“, erinnerte sich Stefan Quirin (CDU). „Der alte Ortskern war komplett überschwemmt. Die Korffstraße und die Winkelgasse traf es besonders hart.“ Bei dem Starkregen im Frühjahr dieses Jahres habe es wieder kritisch ausgesehen. Unter der Brücke seien nur noch fünf bis zehn Zentimeter Platz gewesen, so Quirin. „2003 lag die Problematik daran, dass die Einmündung des Eschbachs in die Nidda nicht gut funktioniert hatte. Das wurde verbessert, aber das reicht nicht aus“, meint der Christdemokrat. Deshalb wollen CDU und SPD in ihrem gemeinsamen Antrag den Magistrat bitten zu prüfen, inwieweit ein naturnaher Ausbau des Eschbachs zwischen Harheim und Nieder-Eschbach umgesetzt werden kann.

„Eine Renaturierung von Teilstücken zwischen den beiden Stadtteilen könnte dem Fluss Überflutungsmöglichkeiten geben und somit die Gefährdungslage für Überschwemmungen reduzieren. Weiterhin werden durch Maßnahmen wie Wiederanbindung an Auen, Abflachung des Querprofils und Sohlenstrukturen, das Etablieren hochwasserwirksamer Ufergehölze Lebensraum für Flora und Fauna geschaffen“, begründen die Parteien ihren Antrag.

Die Nidda ist ungefährlich

Bestes Beispiel für eine gelungene Renaturierung sei die Nidda am Berkersheimer Bogen, ergänzte Quirin. Wenige Kilometer weiter nördlich von Harheim, zwischen dem Bad Vilbeler Stadtteil Gronau und Altenstadt hatte sich bei Starkregen im Februar ein fast ein Quadratkilometer großer See gebildet. Wasser, das ohne diesen Retentionsraum Bad Vilbel und vielleicht auch Harheim überschwemmt hätte. „Was wir da fordern, ist im Prinzip schon im Köcher. Der Eschbach ist zum Beispiel schon jetzt Teil des Programms ,100 Bäche‘ vom Land Hessen“, argumentierte Quirin.

Dazu Helmut Seuffert (Grüne): „Das eigentliche Problem sind die Extremwetterlagen, die immer weiter zunehmen werden.“ Was früher ein Jahrhunderthochwasser gewesen sei, werde in Zukunft häufiger eine Herausforderung. „Aus einer Antwort der Stadt auf eine Anfrage lässt sich ganz klar herauslesen, dass das Kanalnetz dafür nicht ausgelegt ist. Die Stadt gibt die Verantwortung an die Hausbesitzer zurück.“ Seuffert betonte, er sei dankbar für den Antrag von CDU und SPD, denn solche prophylaktischen Maßnahmen müssten dringend her. Renaturierung von Flüssen sei nicht für das Auge wichtig, sondern eben genau für die angesprochenen Ausweichflächen. „Ich hoffe auf Einigkeit in diesem Ortsbeirat bei allen Fragen, die noch auf uns zukommen werden“, mahnte er.

Der Antrag wurde einstimmig angenommen, ebenso die Vorlage der Grünen, die nach einem Hochwasserschutzkonzept fragt. Ortsvorsteher Frank Immel (CDU) erinnerte an eine Jahre zurückliegenden Analyse: „Kernaussage war, dass Harheim von der Nidda eher nicht gefährdet ist, der Eschbach aber über die Ufer tritt, wenn es im Taunus stark regnet.“

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