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Ärger über Werbeblättchen auf den Bürgersteigen

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Werbeblätter der Post, die nicht ausgeteilt wurden, liegen und fliegen in der ganzen Stadt herum.
Werbeblätter der Post, die nicht ausgeteilt wurden, liegen und fliegen in der ganzen Stadt herum. © Helmut Seuffert

Ortsbeirat kritisiert liegen gebliebene Prospekte. Die Stadt ahndet die Papierberge bereits.

Auf der Suche nach einer Lösung für die manchmal wochenlang auf den Bürgersteigen vor sich hin gammelnden Werbeprospekte, die die Deutsche Post nicht verteilt hat, ist der Ortsbeirat 14 (Harheim) in seiner Sitzung am Montagabend ein gutes Stück vorangekommen.

Den Vorschlag von Helmut Seuffert, Fraktionsvorsitzender der Grüne, die Deutsche Post mit Strafen zu belangen, wenn die Frankfurter Entsorgungs- und Servicegesellschaft (FES) die Werbeblättchen entsorgen muss, wurde zwar abgelehnt. Einig war man im Gremium sich aber, dass es nicht ohne Konsequenzen bleiben dürfe, wenn die Prospekte den öffentlichen Raum verschandeln.

„Die Deutsche Post macht das ganz bewusst, dahinter steckt System“, sagte Seuffert. Da sie für die Anzahl der gedruckten und (angeblich) verteilten Werbeblätter bezahlt werde, könne sie damit Geld verdienen, in hoher Auflage zu produzieren, und den Überschuss am Straßenrand zu entsorgen.

Dieser Darstellung widersprach niemand im Ortsbeirat. Das entscheidende Argument gegen die Forderung, dass die Stadt mit der Post über Strafzahlungen verhandeln solle, brachte Ortsvorsteher Frank Immel (CDU): „Es gibt bereits ein stehendes Verfahren, mit dem die Verantwortlichen für solche Verschmutzung zur Rechenschaft gezogen werden können. Wenn Bürger der Stabsstelle Sauberes Frankfurt oder dem Ordnungsamt melden, wenn irgendwo seit Wochen sich die Prospekte stapeln“. Das Ordnungsamt werde die Meldung dann überprüfen, und den Verursacher oder die Verursacherin der Verschmutzung ausfindig machen. Ihm oder ihr werde dann eine Frist gesetzt, den Müll zu beseitigen. Bleiben die Blättchen liegen, werde zur Kasse gebeten.

Dieses Prozedere bestätigt auch die Stabsstelle Sauberes Frankfurt auf Anfrage. Der Harheimer Ortsbeirat rief darum die Bürger und Bürgerinnen auf, die hässlichen Haufen aus nicht-ausgetragenen Angebots-Blättchen zu melden, um dem Problem Herr zu werden. Drei Wege gibt es, um solche – aber auch andere – Mängel zu der Stadt mitzuteilen.

Der einfachste und schnellste Weg, Müllberge auf der Straße zu melden, ist die „FFM.de App“. Sie kann man sich in den üblichen App-Stores auf dem Handy herunterladen. Mit einer vergleichsweisen einfachen Bedienung kann man den Standort angeben, drei Bilder von dem Mängel anhängen und das Problem beschreiben.

Auch können wochenalte Prospektberge bei der Stabsstelle Sauberes Frankfurt gemeldet werden unter der Telefonnummer 212-4 77 87. Sie erhalte „so ein bis zwei“ solcher Meldungen pro Woche, leite die Hinweise aber nur ans Ordnungsamt weiter, heißt es von der Stabsstelle. „Wir sind eher für Projekte zuständig und fungieren als Schnittstelle zwischen Stadt und Bürgern.“

Einfacher für die Stadt ist es daher, wenn Bürgerinnen und Bürger die Prospekthaufen direkt an das Ordnungsamt melden. Die Nummer lautet: 212-4 04 40.

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