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Frank Immel am Bahnhof Berkersheim, der auch für Harheim eine wichtige Rolle spielt.
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Frank Immel am Bahnhof Berkersheim, der auch für Harheim eine wichtige Rolle spielt.

Das Jahr im Ortsbeirat 14

„Aber die Antworten waren immer negativ“

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
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Ortsvorsteher Frank Immel aus Frankfurt-Harheim spricht im Interview über die Probleme mit der S-Bahn und die Sanierung des Brunnens auf dem Kirchplatz.

Im vergangenen Interview hatten Sie davon gesprochen, dass die Probleme – die Ankunftszeiten passten nicht mit den Abfahrten der S-Bahn am Bahnhof Berkersheim zusammen – mit der Buslinie 25 behoben werden sollten. Wurden sie das?

Ja, es hat sich verbessert, auch bei der Taktung. Ärgerlich war es aber immer wieder, dass die S-Bahnen ausgefallen sind.

Das hing ja sicher mit den Arbeiten zum Gleisausbau der S6-Strecke zusammen, die auch Harheim betreffen. Wie haben Sie im Stadtteil die Arbeiten im Jahr 2021 wahrgenommen?

Das größte Problem war, wie eben erwähnt, die Unzuverlässigkeit der S 6. Aber es gab auch positive Meldungen. So lief der Baustellenverkehr nicht wie anfangs angekündigt durch unseren Stadtteil, das hatten wir uns auch gewünscht. Stattdessen wurde die Abfahrt von der B3a gebaut, auch lief viel über die Schiene. An dieser Stelle muss man das Amt für Straßenbau und Erschließung und die Bahn loben.

In diesem Jahr werden beide Möglichkeiten, die Schienen zu überqueren zwischen Berkersheim und Harheim, gesperrt. Was bedeutet das für die Menschen in Harheim?

Die Sperrung ist ein großes Thema, auch im Ortsbeirat. Uns hier ist wichtig, dass die S-Bahn gut zu erreichen ist, auf beiden Seiten der Gleise. Das wird mit den geplanten Aufzügen schwierig, weil die Kapazität einfach zu gering ist. Wir haben auch mehrfach Anfragen gestellt, sowohl zu größeren Aufzügen als auch zu der Möglichkeit einer Rampe. Aber die Antworten waren immer negativ.

Mit dem Rufbus „Knut“ ist Harheim nun besser an den Nahverkehr angeschlossen. Ein überfälliger Schritt?

Ja, absolut. Dieses Angebot ist eine echte Bereicherung für die Menschen in unserem Stadtteil. Ich bin selbst schon mehrfach mitgefahren und finde diesen Service großartig.

Hat der Rufbus Ihrer Meinung nach sogar Potenzial für mehr?

Auf jeden Fall. Das Angebot sollte nicht nur meiner Meinung nach ausgeweitet werden. Wir werden im Ortsbeirat die Entwicklung beobachten und sicher auch Vorschläge machen.

Wie bewerten Sie die Startprobleme im Nachhinein?

Die waren letztendlich gar nicht so dramatisch und haben sich in einem für so ein Projekt üblichen Rahmen bewegt.

Zur Person

Frank Immel ist Vermögensberater, wohnt seit 14 Jahren in Harheim, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Seit 2016 ist er Ortsvorsteher, seit 2011 auch Vorsitzender der Harheimer CDU.

Nach der Wahl im März teilen sich die neun Sitze im Ortsbeirat 14 wie folgt auf: je drei für die CDU und die Grünen, zwei für die SPD und einer für die BFF.

In Harheim , einem der kleinsten Stadtteile, leben 5294 Menschen (Stand 31. Dezember 2020).

Die erste Sitzung des neuen Jahres findet am heutigen Montag, 10. Januar, um 20 Uhr im Bürgerhaus Harheim, In den Schafgärten 21, statt.

Die FR blickt mit allen 16 Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern in Frankfurt zurück auf das Jahr 2021. Die Serie erscheint in loser Folge. bö

Wie in vielen anderen Stadtteilen fehlen auch in Harheim Bankfilialen. Wie steht es aktuell und zukünftig um die Versorgung auf diesem Gebiet?

In Harheim gibt es keine Bankfilialen mehr, Volksbank und Sparkasse haben schon vor Jahren geschlossen. Wir haben trotzdem bei beiden Bankhäusern noch einmal versucht, auf ein Umdenken hinzuwirken. Die Antworten haben uns nicht überrascht: Es gebe kein Zurück mehr. Da müssen wir den Leuten auch keine falsche Hoffnung machen. Fakt ist, dass die Bargeldversorgung im Stadtteil auf den Netto-Supermarkt beschränkt ist, wo man beim Bezahlen Geld abheben kann.

Die Brunnensanierung auf dem Kirchplatz muss verschoben werden. Wie dringend ist die Sanierung? Wann soll sie starten?

Der Brunnen steht seit zwei Jahren. Die Sanierung ist uns ein großes Anliegen. Unsere letzte Info aus dem Kulturamt ist, dass aktuell die Kosten kalkuliert werden. Unsere Hoffnung liegt darauf, dass die Sanierung in diesem Jahr stattfindet.

Soll der Platz auch einen neuen Namen erhalten?

Ja, wir haben uns im Ortsbeirat geeinigt. Er soll fortan Alter Harheimer Kirchplatz heißen, die Umbenennung wird dieses Jahr erfolgen. Das ist eine der Aufgaben, die originär bei Ortsbeiräten liegen.

Die Außenstelle des Bürgeramts soll WLAN erhalten. Ein kleiner Schritt hin zu einer besseren Wahrnehmung des sonst manchmal unter dem Radar laufenden Stadtteils? Wann soll das Amt wieder öffnen?

Wann es wieder öffnet, kann ich aktuell nicht sagen. Die Hoffnung ist, dass das möglichst schnell passiert. Es ist aber klar, dass die Außenstelle ausgebaut wird. Das ist gut. Ebenso wie das WLAN, worüber wir uns natürlich freuen. In einem weiteren Schritt haben wir beantragt, dass die Ausstattung des Schiedsmanns und des Ortsgerichtsvorstehers verbessert wird.

Wie steht es um das Bürgerhaus?

Dazu haben wir nach langen Gesprächen mit dem Pächter und der Saalbau eine Lösung gefunden. Der Pächter betreibt jetzt nur noch die Gaststätte, die Saalbau den Rest. Die Vermietung der Räume an Vereine läuft ebenfalls über die Saalbau.

Die Evangelische Kirchengemeinde aus Nieder-Erlenbach hat die Trägerschaft für offene Jugendarbeit in Harheim übernommen. Wie lief der Start? Wird das Angebot gut angenommen? Welche Einschränkungen gab es wegen Corona?

Im Oktober ging das Angebot an den Start, natürlich unter Corona-Bedingungen. Bis jetzt kann man sagen, dass es gut angenommen wird. Es gibt tägliche Angebote, wir als Ortsbeirat können mit der bisherigen Entwicklung zufrieden sein, das Fazit fällt positiv aus. Gerade, weil das Thema seit vielen Jahren virulent war.

Interview: Fabian Böker

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