Vorm Deutschen Filmmuseum wird der rote Teppich bald ausgerollt.
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Vorm Deutschen Filmmuseum wird der rote Teppich bald ausgerollt.

Sachsenhausen

Ein bisschen Hollywood

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Zur Eröffnung des umgebauten Deutschen Filmmuseums flanieren Stars wie Til Schweiger, Maximilian Schell und Jimi Blue Ochsenknecht über den roten Teppich.

Sachsenhausen ist nicht Hollywood. Nun gut, ein bisschen vielleicht. Immerhin liegt am heutigen Freitag vor dem Filmmuseum am Schaumainkai ein roter Teppich aus, es kommen Stars, Fotografen und mutmaßlich auch Fans, die vielleicht sogar kreischen. Allerdings erscheinen nicht Tom Cruise und seine Freunde, sondern Til Schweiger oder Jana Pallaske. Kreischen darf man trotzdem.

Erwartet wird die Prominenz, darunter auch István Szabó und Hannelore Elsner, von 14 Uhr an. Um 15 Uhr müssen alle im Museum sein. Dann beginnt die Feierstunde mit Oberbürgermeisterin Petra Roth und dem früheren Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann. Der hat zwar kürzlich gesagt, dass er von nun an nur noch Privatier sein will. Weil er aber so etwas wie der Erfinder des Museumsufers ist, macht er eine Ausnahme und dem neuen Filmmuseum seine Aufwartung.

Sachsenhausen ist nicht Hollywood – aber zumindest kann ein bisschen Hollywood ja mal nach Sachsenhausen kommen. In diesem Fall in Gestalt von Maximilian Schell. Der hat in ungefähr 2000 Filmen mitgespielt, angefangen von „Kinder, Mütter und ein General“ (1955) bis hin zu „Imperium: Der letzte Kampf der Ritter“ (2011). Einen Oscar hat Schell auch bekommen. Das ist zwar schon etwas her – 1962 für „Das Urteil von Nürnberg“ –, aber der Oscar sieht heute noch aus wie damals, und Schell bringt die Trophäe sogar mit, auf dass sie am Eröffnungswochenende im Filmmuseum bewundert werden kann. Zudem eröffnet er am Freitag um 20 Uhr das neue Kino im Museum. Er zeigt den Film „Marlene“ und gibt damit den Startschuss für eine Reihe, in der prominente Filmschaffende das ganze Wochenende über ihre Lieblingswerke vorstellen. Til Schweiger etwa, der Star aus „Der bewegte Mann“ (für die älteren Leser) beziehungsweise „Kokowääh“ (fürs junge Volk), lässt am Freitag, 22.30 Uhr, „Midnight Run“ zeigen. Weiter geht es mit Filmen wie „Kinderspiele“ oder „Die endlose Nacht“.

Dann ist noch einmal Kreischfaktor 10 angesagt. Am Samstag um 17 Uhr wird Teenie-Star Jimi Blue Ochsenknecht das Filmmuseum besuchen. Und wenn Jimi Blue gut drauf ist und Autogramme gibt und für Fotos posiert und in die Menge winkt und die Mädels schreien und durchdrehen, dann wird es in Sachsenhausen wirklich so sein wie in Hollywood. Zumindest ein bisschen.

Karten für die Lieblingsfilme der Prominenten gibt es im Internet unter www.frankfurtticket.de. Die Ausstellung im Museum ist am Sonntag von 10 bis 22 Uhr für alle geöffnet.

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