Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

_MG_4823_281120
+
Bernd Ehinger (76) stand 15 Jahre an der Spitze der Handwerkskammer Frankfurt/Rhein-Main.

Personalie

Bernd Ehinger hört auf

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
    schließen

Die Handwerkskammer Frankfurt/Rhein.Main steht vor einem Führungswechsel. Nach 15 Jahren an der Spitze kandidiert Bernd Ehinger nicht mehr.

Einer der am besten vernetzten und wichtigsten Wirtschaftslobbyisten der Region tritt ab Montag zumindest ein bisschen kürzer: Nach 15 Jahren endet an diesem Tag mit der Wahl einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers die dritte Amtszeit von Bernd Ehinger als Präsident der Handwerkskammer Frankfurt/Rhein-Main (HWK). Bis vor kurzem war der 76-Jährige, der 1970 nach einer Lehre zum Elektroinstallateur und bestandener Meisterprüfung den 1906 gegründeten Betrieb Elektro-Ehinger im Frankfurter Westend übernahm, auch Präsident der Hessischen Handwerkstages gewesen. Als Nachfolger Ehingers fungiert nun Stefan Füll, Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden.

Die ehrenamtliche Spitze der Handwerkskammer Frankfurt/Rhein-Main könnte erstmals eine Frau übernehmen. Bisher hat nur Susanne Haus (Jahrgang 1972) aus Bischofsheim im Kreis Groß-Gerau, die bisher als Vizepräsidentin fungierte, ihre Kandidatur bekanntgegeben. Sie ist Meisterin im Maler- und Lackierer-Handwerk. Die Wahl haben 66 Vertreter:innen der HWK-Vollversammlung, 44 Arbeitgeber, 22 Arbeitnehmer, die am Montagnachmittag in der Fraport-Arena tagen. Noch könnten aber auch weitere Kandidat:innen antreten.

Ehinger werde nun der „Elder Statesman“ des Frankfurter Handwerks und des Mittelstands sein, sagte der Frankfurter CDU-Vorsitzende Jan Schneider am Freitag. Sein Rat werde weiterhin sehr gefragt sein. Die CDU blicke voll Hochachtung auf die nun endende Amtszeit Ehingers zurück. Dem CDU-Mitglied sei es gelungen, die Handwerkskammer zum Hort der Solidität und Stabilität zu formen und dafür zu sorgen, dass das Handwerk in der Finanzmetropole Frankfurt die Achtung gefunden habe, die es verdiene.

Ehinger habe zudem wichtige Akzente in der Stadtpolitik gesetzt und das Anliegen der Handwerksbetriebe ohne ideologische Scheuklappen verteidigt, sagt Schneider. Zuletzt hat sich der scheidende Handwerkskammerpräsident etwa für eine andere Verkehrspolitik und einen Masterplan für Mobilität in Frankfurt eingesetzt.

Für sein Engagement weit über das Handwerk hinaus ist Ehinger mehrfach ausgezeichnet worden. 2010 erhielt er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, 2014 den hessischen Verdienstorden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare