Halloween

Halloween: Polizei warnt vor fiesen Streichen

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Mancher Scherz führt zu einer Anzeige wegen Sachbeschädigung. Gänzlich verzichten sollte man auf täuschend echt aussehende Waffen.

So weit wie die Polizei in Bochum wollten die hessischen Ordnungshüter dann doch nicht gehen. In der Stadt im Ruhrgebiet hat sich Pressesprecher Volker Schütte im Keller des Präsidiums filmen lassen. Die Atmosphäre ist gruselig, vor ihm steht ein Totenkopf, auch Spinnweben sind zu sehen. Dann redet Schütte Klartext: An Halloween, so betont er in dem Facebook-Video, gebe es keinen Freibrief für Straftaten, die Polizei sei auf jeden Fall auf der Hut. Das Landeskriminalamt Hessen und die Frankfurter Polizei belassen es hingegen bei schnöden Pressemitteilungen. Die Botschaft zu Halloween am heutigen Donnerstag ist aber dieselbe wie in Bochum: Treibt es nicht zu wild.

Die Bedeutung von Halloween in Deutschland hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. In vielen Frankfurter Stadtteilen etwa dürften heute fast alle Grundschulkinder gruselig kostümiert unterwegs sein, bei den Nachbarn klingeln und „Süßes oder Saures“ fordern. Das heißt so viel wie: Entweder wir bekommen Süßigkeiten, oder es gibt Ärger.

Doch vor letztgenannter Alternative warnt die Polizei. „Wer zu Halloween mit Zahnpasta das Auto des Nachbarn beschmiert und dabei beschädigt, der muss mit einer Strafe rechnen, auch wenn es nur als Scherz gemeint war“, sagt Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Auch andere beliebte Halloweenstreiche (Schleim im Briefkasten, Rasierschaum an der Tür, Eier an der Hauswand) seien Sachbeschädigungen und würden entsprechend geahndet. Sofern die Täter 14 Jahre alt und damit strafmündig sind, komme eine Verurteilung wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung in Betracht. Darauf stehen eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Haft. In jedem Fall müssten die Eltern der jungen Randalierer den Schaden ersetzen.

Sorgen bereiten der Polizei aber auch die Treffen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die es jedes Jahr zu Halloween gibt. Voriges Jahr gab es in der Platensiedlung in Frankfurt-Ginnheim Randale. 50 Männer bewarfen Häuser, parkende Autos und einen fahrenden Linienbus mit Eiern und Steinen. Dabei wurde ein Fahrgast im Bus verletzt. Die Krawallmacher bauten Barrikaden und zündeten Papiercontainer an. Im Stadtteil Rödelheim flogen Flaschen und Steine auf Polizisten.

Zudem warnt die Polizei davor, auf der Halloween-Tour täuschend echt aussehende Waffen mitzunehmen.

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