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An den Mainwasen wird derzeit noch Fußball gespielt. CDU und Grüne können sich hier die Europäische Schule vorstellen.
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An den Mainwasen wird derzeit noch Fußball gespielt. CDU und Grüne können sich hier die Europäische Schule vorstellen.

Frankfurt

Halle und Europäische Schule: SPD ist das Zünglein an der Waage

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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CDU und Grüne wollen eine Arena am Kaiserlei und die Europäische Schule an den Mainwasen, die SPD wägt noch ab. Die Fraport verlängert indes die Marktabfrage am Flughafen.

Zumindest in einem Punkt ist sich die Römer-Koalition, bestehend aus CDU, SPD und Grünen, einig. Die Frankfurter Profisportteams, egal ob Skyliners (Basketball), Löwen (Eishockey) und Volleys (Volleyball) brauchen eine neue Halle, um eine Zukunftsperspektive zu haben. Und auch für Großveranstaltungen wäre eine Arena, in der mehr als 10 000 Zuschauer:innen Platz finden, sinnvoll.

Die gleiche grundsätzliche Einigkeit gilt bei der Frage nach einem neuen Standort für die Europäische Schule, die in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist. Die CDU, angeführt von ihren Stadträten Jan Schneider und Markus Frank, sieht eine Lösung für beide Probleme, die auch von den Grünen unterstützt wird. Für die SPD sind das „wichtige Themen, die genauer Abwägung bedürfen“, sagt Fraktionschefin Ursula Busch.

Eine Multifunktionsarena für 13 000 Zuschauer:innen soll laut Schneider und Frank trotz der gescheiterten Verhandlungen mit zwei Investoren und der beendeten Ausschreibung am Kaiserlei entstehen – durch eine sogenannte Anhandvergabe an die „Arena am Kaiserlei Entwicklungsgesellschaft mbh“, die von Skyliners-Geschäftsführer Gunnar Wöbke und vier Geschäftsleuten gegründet wurde. Diese Entwicklungsgesellschaft könnte bei entsprechendem Votum des Magistrats dann auf eigene Kosten in die Planungen einsteigen und prüfen, was nötig ist, ehe Planungs- und Baurecht geschaffen wird.

Dafür wird im Sportdezernat eine Magistratsvorlage erarbeitet. „Wir haben darüber am Dienstag in der Koalitionsrunde sehr intensiv diskutiert, aber festgestellt, dass es noch Sachfragen gibt, die es zu klären gilt“, sagt Ursula Busch. Die SPD-Fraktion hatte sich nach dem Verhandlungsabbruch mit den zwei Investoren am Kaiserlei für eine Arena am Flughafen ausgesprochen, wo die kanadische Katz Group eine Halle für 23 000 Zuschauer:innen bauen will.

Der Flughafenbetreiber Fraport hat indes die Marktabfrage, die ursprünglich bis zum 21. Januar lief, bis zum 15. Februar verlängert. Einige Anbieter, die ebenfalls Interesse haben, eine Halle am Flughafen zu bauen, hatten laut Fraport darum gebeten, weil aufgrund von Corona sonst nicht genügend Zeit gewesen wäre.

Busch verweist bezüglich des Kaiserlei-Geländes auf ungeklärten Pläne der Bahn sowie auf einen Abwasserkanal, der auf dem 25 000 Quadratmeter großen Grundstück eventuell verlegt werden müsste. „Das war schon für die anderen Investoren kein Hindernis“, sagt hingegen Andrea Brandl, Referentin von Markus Frank. Die Bahn stehe erst ganz am Anfang ihrer Prüfungen und habe verschiedene Varianten für ihre geplante Trasse.

Zu dem Vorhaben, die Europäische Schule an die Mainwasen zu bauen, sagt Busch: „Bevor wir einer Versiegelung des Grüngürtels zustimmen können, müssen wir wissen, wie der Ausgleich geschaffen wird.“ Laut Liegenschaftsdezernent Schneider gibt es für die Vereine bereits eine Lösung. Der SV 1894 Sachsenhausen und der VfL Germania 1894 würden zunächst als Ersatz einen neuen Sportplatz gegenüber der Theologischen Hochschule St. Georgen bekommen. „Wir sind mit Bund und Land in der finalen Phase eines Letters of Intent für die Planungen an den Mainwasen“, sagt Schneider. Es gebe aus der Koalition noch Nachfragen, die zu klären seien. Schneider fordert: „Wir brauchen endlich eine Perspektive für die Europäische Schule, aber auch für die Ernst-Reuter-Schule“, wo die Europäische Schule angesiedelt wurde.

Sebastian Popp, Fraktionsvorsitzender der Grünen, hält beide CDU-Vorschläge für gut. „Für uns war der Kaiserlei nie ein guter Standort für die Europäische Schule.“ Wenn man an den Mainwasen die Verschwenkung der Straße und einen Ersatz für die Grünflächen hinbekäme, sei dies eine gute Lösung.

Auf die Frage, ob es noch eine Entscheidung vor der Kommunalwahl geben könnte, zitierte Ursula Busch einen von Markus Franks Lieblingssätzen: „Gründlichkeit vor Schnelligkeit.“

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