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Er spricht Klartext: Schauspielintendant Anselm Weber.

Städtische Bühnen

Theater-Doppelanlage in Frankfurt: Kampf gegen Wasserrohrbrüche und undichtes Dach 

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Der Intendant der Theater-Doppelanlage in Frankfurt berichtet über den Alltag an den Bühnen. Die täglichen Probleme sind gravierend.

Anselm Weber nennt es „Bericht aus dem Alltag“. Der Geschäftsführer der Städtischen Bühnen GmbH spricht über die Arbeitsbedingungen der knapp 1200 Menschen in der Theater-Doppelanlage am Willy-Brandt-Platz in Frankfurt. Und fasst sie in dem Satz zusammen: „Es ist beständige Improvisation.“

Im Jahre 1963 war das Gebäude von Oper und Schauspiel eröffnet worden. Damals war eine energiesparende Doppelverglasung noch nicht üblich. Und so „heizen wir im Winter den Willy-Brandt-Platz“, wie der Intendant des Schauspiels sagt. Nämlich durch die großen Frontscheiben der gläsernen Fassade, durch die jede Menge Energie verlorengeht.

Eine andere Sache im Haus sind „die großen Probleme, die wir mit Rohren haben“. Es gebe „häufig Wasserrohrbrüche“, berichtet der Intendant. Auch den zahlreichen Aufzügen in dem weitläufigen Gebäude vertrauen sich die Menschen nur noch mit einer gehörigen Portion Misstrauen an. Denn sie bleiben schon öfter mal stecken oder schließen nicht mehr richtig.

Wie geht es weiter mit den Städtischen Bühnen? Der Geschäftsführer Anselm Weber stellt Bedingungen für die Zeit des Umbaus oder Neubaus.  

Ein ganz besonderes Erlebnis bietet sich, wenn es regnet. Denn die Dächer der Theater-Doppelanlage sind undicht. Es regnet rein. Der Intendant spricht von Plastikeimern, mit denen dann im Flur vor seinem Büro das Wasser aufgefangen wird.

Viele Räume im Haus besäßen kein Tageslicht. Die Lüftung sei insgesamt schlecht. Der Orchesterprobensaal sei „nicht mehr zeitgemäß“, wie der Intendant vorsichtig formuliert. Die Beschäftigten der Bühnen GmbH haben sich seit Jahren daran gewöhnt, mit völlig überalterter Heizung oder Klimaanlage zu leben. Für etliche der alten Anlagen gibt es gar keine Ersatzteile mehr. Wie lange kann es noch so weitergehen? Der Schauspielintendant gibt auf diese Frage der Frankfurter Rundschau keine Antwort. Und die muss schließlich auch die Kommunalpolitik finden.

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