Spam-Mails

Hackerangriff auf Stadtbücherei in Frankfurt

  • schließen

Die Server sind abgeschaltet, die Kataloge nicht mehr online: Die Stadtbücherei in Frankfurt ist offenbar Opfer von Hackern geworden. Etwa 90.000 Nutzer des Onlineangebots werden per E-Mail vor möglichen Spam-Mails gewarnt.

Die Stadtbücherei in Frankfurt ist offenbar Opfer von Computerhackern geworden. Die Server wurden daraufhin abgeschaltet, die Kataloge sind nicht mehr online.

Etwa 90.000 Nutzer des Onlineangebots wurden per E-Mail vor möglichen Spam-Mails gewarnt – es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Hacker in den Besitz sensibler Daten der Nutzer gebracht hätten.

Die Cyberattacke hatte sich bereits am Mittwoch ereignet, wie die Stadtbücherei jetzt mitteilt. Mitarbeitern war aufgefallen, dass der Onlinekatalog nicht mehr anständig aufgerufen werden konnte. Nachdem klar geworden sei, dass es sich um einen Hackerangriff handele, sei das System sofort heruntergefahren worden.

Die Bücherei bittet ihre Nutzer um besondere Wachsamkeit und informiert über die Möglichkeit von Spam-Mails mit gefälschten Absendern. Kunden, die der Stadtbücherei keine E-Mail-Adresse angegeben haben, und die Nutzer des Schulbibliothekskatalogs seien von dem Hackerangriff nicht betroffen. Sabine Homilius, Leiterin der Stadtbücherei, weist ausdrücklich darauf hin, dass die Bücherei niemals in ihren E-Mails ihre Kunden auffordere, irgendetwas herunterzuladen oder einem Link zu folgen. Bankdaten oder Kreditkartennummern seien in den Systemen der Bibliothek zudem nicht hinterlegt.

Wann die Kataloge wieder online gehen, ist momentan noch nicht abzusehen. Die Stadtbücherei, das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik und der Softwarehersteller täten ihr Bestes, den derzeitigen unerfreulichen Zustand so schnell wie möglich zu ändern. Die gute alte manuelle Ausleihe und Rückgabe von Büchern ist in sämtlichen Niederlassungen aber nach wie vor möglich.

Ein Gutes hat die ganze Sache höchstens für Kunden, die mit dem Lesen ein wenig in Verzug sind. Da die elektronisch ausgeliehenen Medien derzeit auf diesem Wege nicht zurückgegeben werden können, wird die Ausleihfrist automatisch um vier Wochen verlängert. Das gilt so lange, bis die Systeme wieder in Betrieb sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare