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Schule

Schülerzahlen

Gymnasium nicht vollstopfen

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Bildungsdezernentin Sylvia Weber hält nicht viel von einer wachsenden Elisabethenschule.

Dem Wunsch der Elisabethenschule, in naher Zukunft zusätzliche Schüler aufzunehmen, steht Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) weiterhin skeptisch gegenüber. Denn sie sieht die „Grundlage einer guten Zusammenarbeit“ des Gymnasiums mit seiner benachbarten Realschule „nicht gegeben“. Und solange es diese Zusammenarbeit nicht gebe, sagte Weber am Montagabend im Bildungsausschuss, wolle sie das Gymnasium „nicht noch mehr vollstopfen“.

Konkret geht es dabei um einen Vorfall im Frühjahr. Bei der Sanierung der Elisabethenschule im Nordend war auf Wunsch des Gymnasiums eine Trennlinie in den Pausenhof gepflastert worden, den es sich mit der Fürstenbergerschule teilt. Mit der Realschule war die Pflasterung nicht abgesprochen worden. Die Markierung sollten die Schüler beider Schulen nicht übertreten dürfen.

Die Realschüler und die Gymnasiasten haben eigentlich versetzte Pausenzeiten, damit auf dem Hof für jede Schule genug Platz ist. Diese Trennlinie sollte aber nach dem Willen des Gymnasiums verhindern, dass die Schüler sich dem jeweils anderen Schulgebäude während der Pause nähern und dort durch Lärm den Unterricht stören.

Eine fragwürdige Maßnahme für die Bildungsdezernentin. Sie sieht die Trennlinie als „massive Maßnahme der Elisabethenschule, um sich abzugrenzen“. Die Trennlinie ist inzwischen entfernt worden.

Doch sie müsse nun ein gutes Miteinander der Schulgemeinden erkennen können, bevor das Gymnasium mehr Schüler aufnehmen dürfe, sagte Weber. Die Elisabethenschule hatte in diesem Jahr gefordert, nach den Sommerferien zwei zusätzliche fünfte Klassen aufmachen zu können. Sie wollte die für die Sanierung als Auslagerungsstätte auf dem Schulhof aufgestellten Container dafür weiterhin nutzen. Doch angesichts der knappen Platzverhältnisse der beiden Schulen sah Weber schon damals nicht die besten Voraussetzungen für eine Erhöhung der Schülerzahl.

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