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Neuer Weg zum Sommerhoffpark

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Von: Boris Schlepper

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Künftig soll der Sommerhoffpark im Gutleut über einen neuen Weg am nördlichen Mainufer angebunden werden.
Künftig soll der Sommerhoffpark im Gutleut über einen neuen Weg am nördlichen Mainufer angebunden werden. © Rolf Oeser

Mainuferpromenade wird unter der Rhein-Neckar-Brücke hindurch bis zur Grünanlage verlängert. Die Arbeiten sollen bis Mitte 2024 abgeschlossen sein.

Der Sommerhoffpark liegt etwas versteckt zwischen der Main-Neckar-Brücke und Industrieanlagen an der Gutleutstraße. Das soll sich in naher Zukunft ändern. Die Stadt lässt einen neuen Fuß- und Radweg bauen, durch den die historische Grünanlage künftig besser Richtung Innenstadt angebunden sein wird. Anfang 2024 soll mit den Arbeiten an der neuen Mainuferpromenade begonnen werden.

Die Pläne für das Projekt präsentierte Susanne Gonsior-Hahmann vom Grünflächenamt in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 1 (Altstadt, Bahnhofsviertel, Europaviertel, Gallus, Gutleut, Innenstadt) am Dienstagabend. Umsetzen sollen sie die Investoren, die derzeit östlich des Parks zwei Wohnhochhäuser und ein Studierendenwohnheim errichten. Auch die Kosten in Höhe von 500 000 Euro müssten sie tragen. Das sei vertraglich so mit der Stadt festgehalten, sagte Gonsior-Hahmann.

Die Investoren, die Schweizer Artisa Group und Aberdeen Standard Investments, planten, ihre Gebäude Ende kommenden Jahres fertigzustellen, sagte die Projektleiterin des Grünflächenamts. Im darauf folgenden Frühjahr soll an der neuen Mainuferpromenade gearbeitet werden. Die Bauzeit werde etwa sechs Monate dauern.

In dieser Zeit soll auf dem Abschnitt zwischen Sommerhoffpark und Bahndamm ein 4,5 Meter breiter, asphaltierter und von Stauden eingefasster Fuß- und Radweg entstehen, sagt Gonsior-Hahmann. Bänke, Laternen und die großen, 120 Liter fassenden Mülleimer, entsprächen denen des übrigen Mainuferwegs, der derzeit am Rotfeder-Ring endet. Dort soll die Unterführung unter den Gleisen geöffnet werden, um die Zufahrt von der Innenstadt kommend zu ermöglichen.

Damit der Fluss künftig besser erlebt werden kann, sei eine Art Aussichtsplattform geplant, da die Böschung in diesem Abschnitt sehr steil sei. Um der Klimaveränderung Rechnung zu tragen, sollen laut Gonsior-Hahmann entsprechende Bäume zum Einsatz kommen – etwa Sumpfzypressen, Silberweiden und Flatterulmen.

Eine Fortsetzung des Weges Richtung Griesheim werde es vorerst nicht geben, antwortete Gonsior-Hahmann auf die Frage eines Bürgers. Es gebe zwar den langfristigen Wunsch der Stadt. Doch werde das im Westen angrenzende Mainufer derzeit noch von Firmen genutzt, „da sind wir noch nicht so weit“.

Mitglieder des Ortsbeirats begrüßten die Präsentation. Die zusätzliche Wegeverbindung sei wichtig für viele Menschen, sagte Andreas Laeuen von den Grünen, „das fordert der Ortsbeirat schon lange“. Das Gremium gab für die Planung dennoch nicht grünes Licht. Es möchte zunächst klären lassen, warum das Regenwasser von den Dächern der im Bau befindlichen Gebäude in den Main geleitet werden soll Besser wäre es, das Wasser zur Bewässerung der Bäume zu nutzen, so Laeuen.

Die Fläche zwischen den Neubauten und dem Main biete nicht ausreichend Platz für Retentionsflächen, sagte Gonsior-Hahmann. Bislang sei es kein Thema gewesen, was mit dem Regenwasser geschehe, sagte ein Mitarbeiter von Aberdeen Standard Investments auf Anfrage. Der Investor werde jedoch Gespräche mit dem Grünflächenamt führen.

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