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Silke Eisert, Chefin des Nieder-Erlenbacher Hofladens, kümmert sich um den Automaten-Service im Erlenbacher Stadtweg 52. Dort gibt es rund um die Uhr Fleisch- und Wurstwaren.
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Silke Eisert, Chefin des Nieder-Erlenbacher Hofladens, kümmert sich um den Automaten-Service im Erlenbacher Stadtweg 52. Dort gibt es rund um die Uhr Fleisch- und Wurstwaren.

Europaviertel / Gutleut

Grillfleisch aus dem Automaten

Die CDU im Ortsbeirat 1 will in der Innenstadt Lebensmittelautomaten aufstellen lassen. Sie sollen die fehlenden Wochenmärkte im Gutleut und Europaviertel ersetzen.

Kartoffeln, Eier und Wurst aus dem Automaten. Geht es nach dem Willen der CDU im Ortsbeirat 1, könnten im Gutleut und im Europaviertel in naher Zukunft einmal Maschinen stehen, an denen Kundinnen und Kunden rund um die Uhr regionale Lebensmittel ziehen können. Die Fraktion will den Magistrat in einem Antrag auffordern, zusammen mit der Wirtschaftsförderung geeignete Standorte für sogenannte Regiomaten zu suchen. Über die Vorlage berät das Gremium in seiner Sitzung am kommenden Dienstag.

Seit Jahren gebe es den Wunsch nach einem Wochenmarkt etwa für das Gutleut oder das Europaviertel, sagt CDU-Antragstellerin Sara Steinhardt. Immer wieder habe die Stadt mit Hinweis auf das Angebot im Gallus eine Absage erteilt. Die Märkte genießen nach Ansicht der Christdemokratin eine zunehmende Beliebtheit, vor allem Waren regionaler Anbieter:innen seien gefragt. Zwar gebe es im Gutleut mit dem „Marktschwärmer“ inzwischen ein ähnliches Angebot, dennoch wären ein oder mehrere Regiomaten für den Ortsbezirk ein Gewinn, „da dort 24 Stunden Produkte erworben werden können und gleichzeitig regionale Anbieter unterstützt werden“.

Dabei seien die Automaten nicht nur für die beiden Stadtteile interessant, so Steinhardt, Nachfrage gebe es für diese sicher in der ganzen Stadt. Im Frankfurter Norden stünden bereits Automaten, etwa in Bonames, Kalbach und am Riedberg. Dort gebe es Käse, Fleisch, Eier, Kartoffeln und Gemüse. Vorgaben, was im Ortsbezirk angeboten werden sollte, will die Christdemokratin nicht machen, „das sollten die Betreiber entscheiden“. Wichtig sei nur, dass regionale Ware verkauft werde.

Idee aus Nieder-Erlenbach

Die Idee hat Sara Steinhardt von einem Besuch der CDU auf dem Erlenhof in Nieder-Erlenbach. Seit einem Jahr hat der dortige Familienbetrieb vor seinem Hofladen einen Automaten stehen, in dem Milchprodukte, Fleisch- und Wurstwaren zu haben sind. Geschäftsführerin Silke Eisert versteht das Angebot als „Service für unsere Kunden“. Auf diese Weise könne sie das Rind- und Schweinefleisch aus eigener Aufzucht rund um die Uhr verkaufen.

Anfangs hätten die Kunden und Kundinnen den Automaten nur zögerlich genutzt, inzwischen seien die Waren sehr gefragt, sagt Eisert. Vor allem wenn das Wetter schöner werde als in den Nachrichten angekündigt, „dann stehen die Leute Schlange, um an unser Grillfleisch zu kommen“. Täglich kümmert sich die Geschäftsführerin um das gekühlte Gerät und füllt es auf. Auch müsse sie die Temperatur im Blick haben und es regelmäßig reinigen. „Der Zeitaufwand ist groß“, sagt Eisert. Stünde der Automat nicht auf ihrem Hof, könne sie diesen nicht betreiben. Zusätzliche Geräte etwa im Europaviertel oder im Gutleut, wie es sich die CDU wünscht, könne der Erlenhof nicht betreuen. Es sei auch nötig, etwa bei einer Störung möglichst sofort vor Ort zu sein, sagt Eisert, „das könnten wir nicht leisten“. Zudem sei es fraglich, ob solche Automaten in der Innenstadt überhaupt funktionierten. Schließlich gebe es dort Supermärkte, die bis 24 Uhr geöffnet hätten.

Der Ortsbeirat 1 trifft sich am Dienstag, 7. September, 19 Uhr, im Plenarsaal im Römer. Zu Beginn der Sitzung werden Vertreterinnen und Vertreter des Stadtplanungsamtes und des Interconti zugegen sein und die Pläne zum geplanten Umbau des Hotels an der Wilhelm-Leuschner-Straße vorstellen.

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