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Gut beratene Fraspa

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Von: Thomas Stillbauer

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Die Zentale der Frankfurter Sparkasse von 1822 an der Neuen Mainzer Straße.
Die Zentale der Frankfurter Sparkasse von 1822 an der Neuen Mainzer Straße. © Peter Jülich

Die Frankfurter Sparkasse beauftragt das Fritz-Bauer-Institut mit der Aufarbeitung ihrer NS-Vergangenheit – eine weise Entscheidung.

Was macht man, wenn man sich in die Nesseln gesetzt hat und nicht recht weiß, wie man da wieder herauskommt? Richtig: Man sucht sich einen starken Partner, der einem die Hand reicht. Die Frankfurter Sparkasse hat nach ihrem bemerkenswerten Irrweg im Umgang mit der eigenen Geschichte nun einen ebenso bemerkenswerten Ausweg gefunden.

Das Fritz-Bauer-Institut mit der Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit im Nationalsozialismus zu beauftragen, ist genau die Idee, die es in der verfahrenen Situation gebraucht hat: eine Einrichtung, die über jeden Zweifel in Sachen NS-Folgen erhaben ist.

Dass die Polytechnische Gesellschaft mit dabei ist, half gewiss erheblich. Deren Präsident Volker Mosbrugger ließ schon als Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft die wahrlich nicht glorreiche Nazizeit der Naturforscher vorbildlich aufarbeiten.

Der Prozess, der nun beginnt, wird sicher schmerzlich werden. Die Sparkasse hat einst schwere Schuld auf sich geladen. Aber die Aufklärung wird auch Wunden heilen – die frischen. Die Narben aus der NS-Zeit vergehen nie.

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