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Grundschule auf Klinik-Areal

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Stadt Frankfurt geht beim Schulbau neue Wege. Ein Projektentwickler soll die neue Grundschule für das Ostend bauen und dann an die Stadt verkaufen.

Die seit Jahren geplante neue Grundschule für das Ostend soll auf dem bisherigen Gelände des Clementine-Kinderhospitals an der Theobald-Christ-Straße in der Nähe des Zoos entstehen. Das hat der Frankfurter Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider (CDU) am Mittwoch mitgeteilt. Dort wird Platz frei, sobald das Krankenhaus an die Richard-Wagner-Straße am Bürgerhospital im Nordend zieht.

Geplant ist, dass der Frankfurter Projektentwickler Lang & Cie. den Schulbau errichtet und an die Stadt verkauft. Da die Stadt im Gebiet keine eigenen Grundstücke besitze, habe sie einen Partner gesucht, der die benötigte Fläche anbieten könne, sagt Schneider. Das Unternehmen habe ein Angebot eingereicht, das den städtischen Bedarf decke und wirtschaftlich sei. Noch müssten aber die städtischen Gremien der Vergabe des Schulbaus an Lang & Cie. zustimmen.

„Wegen des anhaltenden Bevölkerungswachstums müssen wir jedes Jahr durchschnittlich Platz für 2000 zusätzliche Schülerinnen und Schüler schaffen“, sagt Schneider. „Das gelingt nur, wenn wir auch mit privaten Partnern zusammenarbeiten.“ Erfreulicherweise gebe es viele Signale, dass Projektentwickler nicht nur Wohnungen und Büros, sondern auch die soziale Infrastruktur im Blick hätten, sagt der Baudezernent.

Fünfgeschossiges Gebäude geplant

Der Projektentwickler plant, das von ihm gekaufte rund 3700 Quadratmeter große Areal zwischen Theobald-Christ-Straße und Hölderlinstraße mit einem fünfgeschossigen Gebäude zu bebauen, das Platz für eine vierzügige Grundschule mit offenen Lernbereichen und Räumen für einen inklusiven Ganztagsbetrieb bietet. Eine Sporthalle und ein Gymnastikraum sollen entstehen. Jedes der vier Obergeschosse wird der Mitteilung nach fest einer Jahrgangsstufe zugeordnet und verfügt jeweils über einen eigenen Außenbereich. Alle Stockwerke sollen per Aufzug erreichbar, die Schule komplett barrierefrei sein.

Das Schulgebäude soll nach den städtischen Leitlinien für wirtschaftliches Bauen errichtet werden. Passivhauskomponenten seien vorgesehen, um eine möglichst gute Wärmedämmung zu erreichen, heißt es in der Mitteilung des Dezernats. Auf dem Dach wird es eine Photovoltaikanlage geben.

Der etwa 2200 Quadratmeter große Schulhof wird den Plänen nach in mehrere Zonen gegliedert und soll unter anderem einen Aktionsbereich mit Holz- und Spielskulpturen und ein begrüntes „Dschungel-Versteck“ erhalten.

Bis die neue Grundschule für das Ostend fertig ist, wird es allerdings noch einige Jahre dauern. Schneider geht von einer Eröffnung zum Schuljahr 2025/2026 aus.

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