Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

U-Bahnen sollen künftig digital gesteuert werden. Foto: Peter Jülich
+
U-Bahnen sollen künftig digital gesteuert werden.

Mobilität

Grünes Licht für den Nahverkehr in Frankfurt

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
    schließen

Die VGF will Straßenbahnen und U-Bahnen beschleunigen. Los geht es auf den Linien U4 und U5.

In Frankfurt will die Verkehrsgesellschaft VGF die U-Bahnen und Straßenbahnen beschleunigen und weniger Strom verbrauchen. Das kündigte der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) an. Er will am Montag zwei Förderbescheide für ein Zugsicherungssystem überreichen.

Das Zugsicherungssystem besteht aus der „Digital Train Control“ (DTC) an Ampeln und der „Communication Based Train Control“ (CBTC) zwischen Zügen.

Bei CBTC handelt es sich um ein System, das Daten zwischen Zug und Infrastruktur austauscht. So weiß das System, wo sich ein Zug befindet und wie schnell er ist. Dadurch sind kürzere Zugfolgen möglich. Der Zug kann automatisch anfahren, bremsen, halten und dabei Strom sparen. Der oder die Fahrer:in ist weiterhin im Zug, um die Fahrt zu überwachen und im Zweifel eingreifen zu können. „Digital Train Control“ tauscht Daten zwischen Zug und Ampeln aus. Ampeln schalten automatisch auf Grün und räumen dem Zug Vorrang ein. So kommt er schneller ans Ziel.

Das Zugsicherungssystem wird von Bund und Land mit etwa 95 Millionen Euro gefördert, wie aus der Mitteilung des Verkehrsministeriums hervorgeht. Darüber hinaus wollen Bund und Land die Grunderneuerungen im Netz von Straßenbahnen und U-Bahnen mit weiteren 25,5 Millionen Euro fördern.

Parallel dazu sollen die Verkehrsdaten der VGF-Leitstelle mit den Verkehrsdaten des Straßenverkehrsamts verknüpft werden. Die Projekte heißen „Frankfurt Mind“ und „Frankfurt Mind+“.

Dabei werden auch Ampeln erneuert. Sie sollen künftig Verkehrsdaten von Autoverkehr, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr an die Zentralrechner weiterleiten. Ziel ist eine integrierte Verkehrssteuerung, die an die jeweiligen Verkehrsmengen angepasst ist. Frankfurt könne dabei als Modellstadt für den Ballungsraum oder weitere Großstädte dienen, wie aus einem Vortrags des Magistrats von Juni hervorgeht.

Ampeln sollen demnach künftig per „Grüne-Welle-Assistent“ anzeigen, mit welcher Geschwindigkeit Autos fahren sollen, um ohne Halt bei Grün über die Ampel zu kommen. Ein „Verzögerungs-Assistent“ soll Fahrende informieren, dass die Grünphase an der nächsten Ampel nicht mehr erreichbar ist. Dadurch würden unnötiges Bremsen und Beschleunigen vermieden. Eine „Restrotanzeige“ soll Fahrzeugen, die an der Ampel warten, angeben, wann es Grün wird.

In Hamburg hatten Deutsche Bahn und Siemens schon im Oktober eine erste digital gesteuerte und vollautomatische S-Bahn fahren lassen – auf einer 23 Kilometer langen Strecke zwischen den Stationen Berliner Tor und Bergedorf. Beschleunigen, Bremsen und Halten erledigt der Zug von selbst. Auch hier bleibt ein:e Fahrer:in zur Kontrolle im Zug. Die Bahn verspricht sich davon 30 Prozent mehr Kapazität und 30 Prozent weniger Stromverbrauch. Deutschlandweit können laut Siemens bis in die 30er Jahre ein Großteil der Züge und Strecken umgerüstet sein. In Frankfurt will die Verkehrsgesellschaft bis 2031 die U-Bahn-Linien umrüsten – und mit den Linien U4 und U5 auf der B-Strecke beginnen. Die Arbeiten am Zugsicherungssystem sollen im kommenden Jahr beginnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare