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Mit Bio-Obst läuft es sich nochmal so gut.

Stadtlauf in Frankfurt

Grüner Marathon

In Frankfurt gibt es den nachhaltigsten Stadtlauf Deutschlands.

Sportgroßveranstaltungen sind nicht umweltfreundlich. Das gibt auch Jo Schindler, Renndirektor des Frankfurt-Marathons am 27. Oktober, offen zu. Gerade deshalb ist es Schindler so wichtig, dass die Veranstalter des Frankfurter Marathon sich darum bemühen, den ökologischen Fußabdruck des Stadtlaufs zu verbessern.

Dafür suchen die Veranstalter seit mittlerweile 14 Jahren nach immer neuen Möglichkeiten, den Frankfurt-Marathon ökologischer zu gestalten. 2005 begann man eine Zusammenarbeit mit dem „Umweltforum Rhein-Main“. Ziel war es: „Den Frankfurt-Marathon sukzessive zu einer nachhaltigen Sportveranstaltung zu entwickeln“, erklärt Hans-Georg Dannert, erster Vorsitzender des Umweltforums Rhein-Main.

Ein erster Etappensieg wurde. 2014 erreicht. Der Frankfurt-Marathon gewann in dem Jahr den „Green Award“, der jedes Jahr von der AIMS, dem Verband der internationalen Straßenlaufveranstalter, für den weltweit umweltfreundlichsten Marathon verliehen wird. Ebenfalls 2005 begann die Zusammenarbeit der Veranstalter mit dem Biobetrieb „Querbeet“ aus der Wetterau. Das Unternehmen versorgt auf der Strecke und im Zielbereich alle Teilnehmer mit Bioobst.

Den Bemühungen der Veranstalter, eine möglichst nachhaltige Sportveranstaltung auszurichten, stehen der hohe Stromverbrauch, der am Marathonwochenende zu verzeichnen ist, und die erhöhte Müllproduktion im Wege. Auch für diese Probleme haben sich die Verantwortlichen Lösungen überlegt.

Wie Jo Schindler erklärt: „Werden zwei Drittel des Marathon-Energieverbrauchs durch Sonnenenergie gedeckt. Für das letzte Drittel fehlen leider noch ein paar Photovoltaikanlagen.“

Um dem Müll auf den Straßen entgegenzuwirken, wird man in diesem Jahr das erste Mal keine Plastikbecher mehr ausgeben. Stattdessen wird es umweltfreundlichere Pappbecher geben, wie Claudia Gabriel von der Stabsstelle Sauberes Frankfurt erläutert.

Außerdem werde man darauf achten, an möglichst vielen Teilen der Strecke den Müll zu trennen. Auf die Ausgabe von Plastikwärmefolien wird in diesem Jahr ebenfalls weitgehend verzichtet. Nur im Ziel werden sie an die nassgeschwitzten Läufer verteilt. Alternativ möchte man die Läufer auffordern, alte Kleider zum Wärmen mitzubringen.

Claudia Gabriel hat außerdem einen Appell an das Publikum: „Die Veranstaltung wird von den Fans mitgetragen. Unser Appell für weniger Müll geht auch an die Zuschauer. Jeder kann mit einem kleinen Aufwand seinen Beitrag leisten.“

Im Rahmen des Frankfurt-Marathons wird es ebenfalls wieder eine Spendenaktion geben. Für jeden Läufer, der die Ziellinie passiert, spenden die Veranstalter einen Euro. Von den Erlösen werden in der Toskana Olivenbäume gepflanzt, die besonders viel CO2 binden können.

Eine ähnliche Spendenaktion gab es bereits im Jahr 2017. Damals konnten 4500 Olivenbäume gepflanzt werden. Die Veranstalter rechnen damit, dass nach dem diesjährigen Marathon erneut 4500 Bäume gepflanzt werden können. Die insgesamt 9000 Olivenbäume binden jährlich rund 500 Tonnen CO2.

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