Natur

Grüneburgpark verliert 40 Bäume

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Ein Pilzbefall und die große Trockenheit im Jahr 2018 führen zu Fällungen.

Im Grüneburgpark fällt das Grünflächenamt in den kommenden Wochen 40 Bäume. Das berichtete der zuständige Abteilungsleiter Bernd Roser in der Sitzung des Ortsbeirats 2 am Montagabend. Grund für die radikalen Fällungen ist vor allem die sogenannte Rußrindenkrankheit – oder vereinfacht gesagt: ein Pilzbefall.

Roser vergleicht den Hergang mit einer Schwächung des menschlichen Immunsystems: Einmal unter „Stress“ geraten, können auch harmlose Schädlinge das System angreifen. Mit so einem Pilz würden Bäume in den meisten Fällen zwar fertig, die Trockenheit im vergangenen Sommer habe aber die betroffenen Birken, Buchen, Fichten und ihre Konsorten dermaßen geschwächt, dass es zu Fäule und Absterben kam.

Im Schnitt fällt das Amt jährlich etwa 0,5 Prozent des im Baumkataster verzeichneten städtischen Gesamtbestandes. Die 40 Bäume im Grüneburgpark machen aber auf einen Schlag etwa 1,4 Prozent des rund 2800 Bäume umfassenden Parkbestandes aus.

Dieser Umstand sei erklärungsbedürftig, so Roser. Etwa die Hälfte der zu fällenden Bäume hat nur einen Stammdurchmesser von unter 20 Zentimeter. Diese jüngeren Exemplare fallen deshalb nicht unter die Baumschutzsatzung.

Auch gefällte Bäume werden im Baumkataster aufgeführt. Sie sind dann als „Fehlstellen“ eingetragen. Einschließlich der 40 angekündigten Fällungen gibt es dann im Grüneburgpark 120 Fehlstellen.

Die Hälfte davon will das Grünflächenamt im Herbst nachpflanzen. Baumfällungen werden in kommender Zeit „mehr sein als gewohnt“, warnte Roser bereits vor.

Er versicherte aber auch, dass die Zuständigkeiten ausgebaut werden sollen, das Amt sich „auch maschinell“ besser aufstellen wolle, um früher auf die sich wandelnden klimatischen Bedingungen reagieren zu können. Etwa im Sinne von frühzeitigem Nachwässern in heißen Perioden.

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