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Verkehr in Frankfurt: Grüne verteidigen Umbau für Räder

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Von: Christoph Manus

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Die Bedingungen für den Radverkehr in der Stadt zu verbessern, ist ein großes Thema im Masterplan Mobilität.
Die Grünen in Frankfurt wollen noch mehr Straßen attraktiver für den Rad- und Fußverkehr machen. Das stößt bei einigen Einzelhändlern auf Kritik. © Renate Hoyer

Die Grünen-Fraktion in Frankfurt antwortet auf Kritik von Gewerbevereinen an einer möglichen Umgestaltung von Einkaufsstraßen. Sie verteidigt ihren Kurs, sieht aber auch Missverständnisse.

Die Grünen im Frankfurter Römer halten die von sechs Gewerbevereinen aus den Stadtteilen und dem Dachverband der Frankfurter Gewerbevereine geäußerte Furcht vor einem fahrradfreundlichen Umbau von Einkaufsstraßen für nicht begründet. In einem Antwortschreiben auf einen offenen Brief der Gewerbetreibenden an die Stadtpolitik weisen sie auf positive Effekte für die Lebensqualität hin, die sich durch eine Zunahme des Fuß- und Radverkehrs und weniger Autos ergäben. Als Beispiel nennen die Mobilitätspolitiker:innen der Grünen-Fraktion die Umgestaltung der Braubachstraße in der Altstadt. Die Cafés und Restaurants, die nun Tische und Stühle auf früheren Parkplätzen aufstellen könnten, zögen deutlich mehr Besucher:innen an.

Die Gewerbevereine warnen, unterstützt von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt, vor möglichen Umsatzverlusten, wenn etwa die Berger Straße, die Schweizer Straße oder die Leipziger Straße nach einem fahrradfreundlichen Umbau schlechter für den Autoverkehr erreichbar seien. Eine entsprechende Neugestaltung bedrohe den Einzelhandel in den Stadtteilen und die Existenz von Unternehmen.

Grüne Frankfurt: Attraktivität der Berger Straße leidet unter dem Durchgangsverkehr

Die Grünen sprechen in ihrer Antwort auch von Missverständnissen. So gebe es etwa weder für die Leipziger Straße noch für die Berger Straße bisher konkrete Umgestaltungspläne. Die hohe Fluktuation und der Leerstand im mittleren Bereich der Berger Straße habe allerdings vor allem mit der dort geringen Aufenthaltsqualität zu tun. Diese sei „auf den Durchgangsverkehr und die begrenzten Möglichkeiten einer Außengastronomie zurückzuführen“, schreiben die Stadtverordneten.

Bei der Schweizer Straße laufe die Beteiligung zu den Umgestaltungsplänen. Dabei stehe allerdings nicht zur Debatte, dass es dort keinen Autoverkehr mehr geben solle.

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