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Deborah Düring, 26, kandidiert im Wahlkreis 182.

Bundestagswahl

Grüne setzen auf Düring und Nouripour

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Frankfurter Grünen wählen ihre Direktkandidatin und Direktkandidaten. Es gibt klare Ergebnisse.

Die Frankfurter Grünen haben am Samstag mit klaren Ergebnissen und ohne Kampfabstimmungen ihre Direktkandidatin und ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl im kommenden Jahr gewählt. Der 45-jährige Bundestagsveteran Omid Nouripour erhielt in der Stadthalle Zeilsheim 95,3 Prozent der abgebenen Stimmen und hofft, sich im vierten Versuch das direkte Mandat für den Wahlkreis 183 zu sichern. Die 26-jährige Deborah Düring wird im Wahlkreis 182, der vor allem die westlichen Stadtteile umfasst, ins Rennen geschickt. Die Sprecherin der Grünen Jugend Hessen kann 82 Prozent der Stimmen als Rückenwind für den Wahlkampf nutzen.

„Zusammen mit euch und der wunderbaren Deborah Düring gewinnen wir beide Wahlkreise und rocken das Haus“, frohlockte Nouripour nach seiner Wahl. Düring ergänzte: „Zusammen mit euch und Omid Nouripour machen wir Frankfurt zur grünen Hochburg bei der Bundestagswahl 2021.“

Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, sitzt seit 2006 im Parlament in Berlin und war jeweils über die Landeslisten eingezogen. 2009 und 2013 verlor er gegen Erika Steinbach (damals CDU) und 2017 gegen Bettina Wiesmann (CDU). Die wird ihr Mandat genauso verteidigen wollen wie Matthias Zimmer, der für die Union zweimal das Direktmandat gewonnen hat.

Omid Nouripour, 45, kandidiert zum vierten Mal für den Wahlkreis 183.

Er wird nun von Deborah Düring herausgefordert, die mit den Themen Klimawandel, Entwicklungspolitik und Antirassismus in den Wahlkampf ziehen wird. „Ich will für eine Politik kämpfen, die unterschiedlichen Perspektiven Platz einräumt, Diversität fördert, Hass bekämpft und Zivilgesellschaft stärkt“, sagte Düring bei ihrer Vorstellung, die online abgehalten wurde.

Seit vier Jahren kämpfe sie nun als Mitglied der Grünen dafür, dass in Frankfurt und in Hessen „unsere Utopien Wirklichkeit werden“. Als Mitarbeiterin der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung wolle sie für eine Entwicklungspolitik kämpfen. „die partnerschaftlich global und sozial gerecht“ sei. Sie sprach von einem „radikalen Politikwechsel“, den Berlin benötige, vor allem beim Thema Klimawandel. Besonders ernüchtert war sie von dem „Klimapäckchen“, dass die Große Koalition im September beschlossen hatte. „An diesem Tag wurde mir klar, egal wie viele Menschen wir auf die Straße bringen, am Schluss müssen wir unsere Proteste auch in die Parlamente tragen“, sagte Düring, die weiter in Frankfurt leben möchte, wenn sie gewählt wird – auch wenn Berlin eine tolle Clubszene habe.

Omid Nouripour betonte, dass es im Wahlkampf nicht um eine mögliche Koalition mit der CDU gehen sollte, „sondern um Grün gegen Schwarz“. Im Übrigen sei die Frankfurter Clubszene viel besser als die in Berlin.

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