Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Karin Guder (Grüne) ist Ortsvorsteherin im Ortsbeirat 3. Bild: Renate Hoyer
+
Karin Guder (Grüne) ist Ortsvorsteherin im Ortsbeirat 3.

Kommunalwahl in Frankfurt

Ortsbeirat 3: Grüne Lunge erhalten und bezahlbares Wohnen schaffen

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
    schließen

Die FR hat die Fraktionen und Wählergruppen im Ortsbeirat 3 nach ihren Schwerpunkten für die kommende Wahlperiode gefragt. Das Gremium kümmert sich um die Belange im Stadtteil Nordend. 

Am 14. März sind Kommunalwahlen in Frankfurt. Dabei werden auch die Ortsbeiräte neu gewählt. Die FR stellt alle 16 Stadtteilparlamente mit ihren amtierenden Fraktionen vor, erläutert, mit welchen Schwerpunktthemen sie in den Wahlkampf ziehen und welche Parteien neu ins Parlament nachrücken wollen.

Der Ortsbeirat 3 ist für den Stadtteil Nordend zuständig. Auf einer Fläche von 4,6 Quadratkilometern leben mehr als 54 000 Einwohner:innen. Ortsvorsteherin ist Karin Guder (Grüne).

Die Liste der Grünen führt erneut Karin Guder an. Schwerpunkt wird die Bebauung der „Grünen Lunge“ sein. Die Fraktion befürwortet Wohnungen an der Friedberger Landstraße nur dort, wo schon Flächen versiegelt sind. Die Pläne zu den Günthersburghöfen müssten überarbeitet werden. Der Oeder Weg soll zur fahrradfreundlichen Einkaufsstraße umgestaltet werden. Zudem wollen die Grünen darauf achten, dass beim Abriss des Glauburgbunkers die Auswirkungen auf die Nachbarn und die benachbarte Schwarzburgschule möglichst gering bleiben.

Für die SPD und ihren Spitzenkandidaten Rüdiger Koch steht bezahlbarer Wohnraum an erster Stelle für die kommende Legislaturperiode. Sie wollen sich gegen Mietervertreibungen und Leerstände einsetzen und die Milieuschutzsatzungen anwenden. Zudem fordern sie sichere Radwege, behindertengerechte Fußwege, attraktiven und preisgünstigen ÖPNV, E-Mobilität und Carsharing. Stark machen will sich die SPD für eine gute Infrastruktur mit Schulen, Kitas, Parks, Handel und Gewerbe, lebendigen Vereinen und Nachbarschaften.

Die CDU will die Mobilitätsplanung stärker vom Fußgänger aus denken, Straßenquerungen sichern, freie Gehwege schaffen und Quartiersgaragen bauen. Die Fraktion will zudem Einkaufsstraßen attraktiver machen. Dazu sollen Hauseigentümer:innen eingebunden und Geschäftsleute in der aktuellen Situation unterstützt werden. Eine Sperrung des Oeder Wegs lehnt sie ab. Die Günthersburghöfe sollen weitergeplant werden. Spitzenkandidatin ist Claudia Ehrhardt.

Die Linke will die Bestandsmieten deckeln. Sie dürften pro Jahr um höchstens ein Prozent steigen. Es sollen mehr geförderte Wohnungen entstehen. Die „Grüne Lunge“ soll bleiben. Nur auf bereits versiegelten Flächen dürfe gebaut werden. In der Verkehrspolitik sollen Radfahrer:innen und Fußgänger:innen Vorrang haben. Die Berger Straße soll Fußgängerzone werden. Auf allen Straßen müsse Tempo 30 gelten. Kulturschaffende will die Linke durch finanzielle Förderung durch die Corona-Krise bringen. Der Glauburgbunker soll als Stadtteilzentrum erhalten bleiben. Spitzenkandidatin ist Martina van Holst.

So sahen die Ergebnisse 2016 aus.

Die FDP geht mit Marina Sedlo an der Spitze in den Wahlkampf. Sie wollen sich für attraktive Einkaufsstraßen durch die Umgestaltung zentraler Plätze und ausgeweitete Außengastronomieflächen einsetzen. Der Öffentliche Nahverkehr soll ein besseres Tarifsystem erhalten und der Takt erhöht werden. Auch sprechen sie sich für Quartiersgaragen aus. Für Radfahrer:innen soll es sichere, schnelle, reine Fahrradwege geben, unabhängig von den Haupteinfallstraßen. Wohnraum soll durch Nachverdichtung und Aufstockung entstehen, die Milieuschutzsatzung soll zurückgenommen werden.

Die Bürger für Frankfurt (BFF), wollen sich einsetzen für „bezahlbare Wohnungen für Familien und Milieuschutz statt Mietenexplosion“, damit die Entwicklung des Nordends nicht den Spekulanten überlassen bleibe. Wichtig ist der BFF eine dynamische Verkehrsführung mit weniger Ampeln und eine gerechtere Verteilung der Verkehrsfläche. Auch trete sie für Bürgernähe und Konfliktmanagement vor Ort ein. Spitzenkandidat ist Claus Folger.

Insgesamt gibt es zwölf Wahlvorschläge für den Ortsbezirk 3. Dazu gehört auch Ökolinx (Spitzenkandidatin Jutta Ditfurth). Neu ins Parlament wollen die Piratenpartei (Sebastian Alscher), die Partei „Die Partei“ (Jochen Wege), die Freien Wähler (Eric Pärisch), die Voltpartei (Fabian Annich) und die AfD (Andreas Lobenstein) ziehen.

Lesen Sie dazu auch: Ortsvorsteherin Karin Guder im FR-Interview über Probleme auf öffentlichen Plätzen und positive Entwicklungen im Stadtteil.

Zusammengestellt von Boris Schlepper

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare