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Kommunalwahl 2021

Grüne legen überall in den Ortsbeiräten zu

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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CDU und SPD verlieren Mehrheiten bei der Wahl der 16 Stadtteilparlamente. AfD könnte in drei Gremien einziehen.

Die Grünen haben bei der Wahl zu den Ortsbeiräten den ersten Auszählungen zufolge in allen Stadtteilen dazugewinnen können. In fast allen der 16 Gremien waren sie bei den vorläufigen Auszählungen bis Redaktionsschluss stärkste Fraktion. Oft haben sie um mehr als zehn Prozentpunkte zulegen können. Am besten abgeschnitten hatten sie am Sonntagabend erneut im Nordend mit 37,1 Prozent.

Mit dem vollständigen Ergebnis ist voraussichtlich erst am Donnerstag zu rechnen. Ausgezählt hat die Stadt am Sonntagabend nur die sogenannten unveränderten Stimmzettel, auf denen die Wähler:innen nur ein Listenkreuz gesetzt haben. Die Stimmzettel, bei denen mehr als ein Listenkreuz gesetzt wurde, also panaschiert und kumuliert, werden erst vom heutigen Montag an ausgezählt.

Am stärksten dazugewinnen konnten die Grünen jedoch in Nieder-Eschbach. Dort schafften es die Partei auf 32,6 Prozent. Bei der vergangenen Wahl 2016 holten sie in dem nördlichen Stadtteil gerademal 18,6 Prozent. Eine Erklärung könnte dort das umstrittene neue Gewerbegebiet sein, das nördlich des Ikea-Möbelhauses geplant ist. Der enorme Zugewinn der Grünen geht zulasten der CDU. In Nieder-Eschbach ist die Union von 39 Prozent auf 29,7 gefallen.

Doch haben die Grünen die Christdemokrat:innen in vielen der 16 Ortsbeiräte überrunden können, die bislang in den meisten der Stadtteilparlamente stärkste Fraktion waren. Am besten abgeschnitten hat die CDU im kleinen Stadtteil Nieder-Erlenbach, wo knapp 4000 Menschen wohnen. Am Sonntag lagen sie dort mit 32,8 Prozent (2016: 48,2) an Platz eins.

Auch die SPD musste den Prognosen zufolge in vielen der Parlamente Einbußen hinnehmen. Fast überall rutschten sie unter die 20 Prozent-Marke. Die meisten Wähler:innen konnten sie im Frankfurter Westen für sich gewinnen, dem mit den Stadtteilen Goldstein, Griesheim, Höchst, Nied, Schwanheim, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach, Zeilsheim und knapp 135 000 Menschen größten Ortsbezirk 6. Dort holten sie mit 23,42 Prozent (2016: 27,5) ihr bestes Ergebnis. In der einstigen roten Hochburg, dem Ortsbeirat 11 mit den Stadtteilen Fechenheim, Riederwald, Seckbach, rutschten die Sozialdemokrat:innen von 32,5 auf 21,4 Prozent.

Auch am rechten Rand könnte es in der kommenden Wahlperiode Veränderungen geben. Die AfD, die bislang in keinem der Ortsbeiräte einen Sitz hatte, hat gute Chancen, in drei Gremien einziehen zu können. Mit 13,5 Prozent ist sie im 6er viertstärkste Kraft. Im für den Nordosten zuständigen 10er kommt sie am Sonntagabend auf 8,4 Prozent, im 5er (Oberrad, Niederrad, Sachsenhausen) auf 7,1 Prozent.

Neu könnte auch die paneuropäische Partei Volt Mandate in drei der Stadtteilgremien bekommen, wo sie jeweils um die fünf Prozent der Wählerstimmen gesammelt haben.

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